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Archetyp Virus

Traumdeutung VirusNicht erst seit der Coronakrise träumen Menschen von Viren. Viren deuten auf die Urängste der Menschen hin, denn schließlich sind sie eine unsichtbare Gefahr und für viele gesundheitliche Katastrophen der Geschichte verantwortlich. Man kann einen Traum von einem Virus als archetypischen Traum betrachten, da er eben Urängste anspricht, auch wenn die Erkenntnis, dass Viren für Krankheiten wie die Pest verantwortlich waren, relativ neu ist, wenn man die gesamte Geschichte der Menschheit betrachtet.

Deuten von Virusträumen

Um Träume von Viren richtig zu deuten, muss man einige Sachen berücksichtigen. Wie immer kommt es auch hier auf den Traumkontext an. Dieser Artikel wurde im April 2020 geschrieben, als das Coronavirus im Grunde die gesamte Welt im Griff hatte. Viele Menschen fragten uns, was es bedeutet, plötzlich von Viren und Krankheiten zu träumen.

Das ist ein sehr gutes Beispiel für den Traumkontext. In vielen unserer Träume verarbeiten wir die Geschehnisse der letzten Tage. Es war kaum möglich, mal ein paar Stunden nichts von Corona zu lesen, zu sehen oder zu hören. Da ist es nur selbstverständlich, dass die Themen Virus und Krankheit auch in den Träumen auftauchen. Eigentlich ist es sogar fast ungewöhnlich, in dieser Zeit nicht mindestens einmal von Viren und Krankheiten geträumt zu haben.

Gleiches gilt, wenn der oder die Träumende selbst erkrankt ist. In diesem Fall ist es kein Wunder, von Krankheit zu träumen. Ist jemand im Bekanntenkreis zum Beispiel vom Grippevirus befallen, verhält es sich ebenso.

Ist kein direkter Zusammenhang erkennbar, ergibt es Sinn, die Bedeutung solcher Träume herauszufinden. Ein Virus ist eine unbekannte Gefahr, denn es gibt keine Möglichkeit es wahrzunehmen, wenn man die Menschen, die in entsprechenden Laboren arbeiten mal außen vor lässt. Aber auch diese können es dort nur mit technischer Hilfe wahrnehmen. Das Einzige, was wir von einem Virus mitbekommen, sind die Krankheitssymptome, die es auslöst.

Grundlegend stehen Virenträume für unsere innersten Ängste. Nichts kann einem absoluten Schutz davor garantieren. Sie sind unsichtbare Angreifer, die sogar tödlich sein können, und das alles, ohne Gewalt oder vorherige Ankündigung. Man kann einem Virus nicht gezielt entkommen, sich nicht zu 100 Prozent vor jedem erdenklichen Virus schützen.

Daher deuten viele Virus-Träume auf Themen wie Verrat und Tod hin. Vielleicht ahnt der Träumende insgeheim, dass irgendwo etwas im Busch ist, was ihn unvorbereitet erwischen kann. Denn meist erkrankt man in Träumen nicht langsam. Entweder ist man schon krank, oder man wird es von der einen auf die andere Sekunde. Solche Träume mahnen zur Vorsicht.

Manchmal stirbt man im Traum auch an dem Virus. Das muss gar nichts besonders schlechtes bedeuten. Träume vom Tod werden zwar oft als Albträume bezeichnet, in Wahrheit ist der Tod aber nicht nur das Ende von etwas, sondern eine Möglichkeit, neu anzufangen.

Erscheinungsform des Virus im Traum deuten

Wie können wir eigentlich wissen, dass wir von einem Virus träumen und nicht von einer Krankheit? Erreger und Symptome sind schließlich zweierlei und ein Virus ist für uns nicht sichtbar. Wo liegt der Unterschied?

In Träumen zeigt sich das Virus meist auf eine bestimmte Art. Wir erinnern uns doch bestimmt an unsere Kindheit, als wir Zeichentrickfilme etc. gesehen haben. Immer wieder wurde dort bestimmt auch das Thema Krankheit behandelt. Als Kinder konnten wir uns unter einem unsichtbaren Virus und seinen „Aktivitäten“ noch nichts vorstellen, also wurde er visualisiert.

Eine beliebte Form war der Nebel. Ein farbiger Nebel zog über das Land und jedes Wesen, welches mit ihm in Kontakt kam, fing an zu husten oder zu niesen. Wenn sich ein Virus in so einer ähnlichen Form im Traum zeigt, spielt die Farbe eine wichtige Rolle, denn sie kann anzeigen, in welchem Lebensbereich der Träumende auf sich aufpassen sollte. Wichtige Hinweise stehen in unserem Artikel über Farben in Träumen.

Das Virus kann auch unsichtbar bleiben. Um zwischen Träumen von Viren und Krankheiten zu unterscheiden, braucht man eine gute Traumerinnerung. Es geht darum, die Stimmung zu beschreiben, die den Traum bestimmt hat. Als Beispiel kann man hier den Film „Outbreak“ heranziehen, bei dem es, Überraschung, um eine Virus-Pandemie geht.

Es ist schwer zu beschreiben, wie sie es getan haben, aber die Macher haben es allein durch die Kameraperspektive und das Spiel mit dem Licht geschafft, die Gefahr darzustellen, ohne ihr eine Form oder so etwas zu geben. Ähneln die Gefühle während des Traumes denen, welche man bekommt, wenn man sich auf so einen Film wirklich einlässt, dann geht es wohl mehr um das Traumsymbol Virus, als um die Krankheit.

Eine andere Möglichkeit ist, dass sich das Virus sichtlich zu erkennen gibt. Eine beliebte Form ist die eines Monsters oder eines Zombies. In den meisten Zombiefilmen geht es ja darum, den Kontakt mit Zombies zu vermeiden, denn berührt er jemanden oder beißt ihn sogar, springt ein Zombievirus auf die Person über und verwandelt sie selbst in einen Zombie. Wer solche Träume hat, dem sei unser Artikel über die Traumdeutung von Zombies ans Herz gelegt.

Es gibt auch eine niedliche Variante von Viren. Auch hier möchten wir auf das Beispiel der Zeichentrickfilme zurückgreifen. Viren sollen den Kindern keine Angst machen, darum werden sie gerne als Kugeln mit Augen, Beinen und Händen dargestellt, evtl. kommen noch ein paar bunte Punkte hinzu.

Dieses Traumbild ist sehr trügerisch, denn es verharmlost die Gefahr. Im Traum handelt dieses Bild von der Verniedlichung einer Gefahr. Das Virus sieht harmlos aus, man möchte gerne zu ihm gehen und ihm die Hand reichen. In der Traumdeutung bedeutet dieses Zeichen meistens Hinterlist. Der Träumende sieht einer Gefahr offen ins Auge, doch merkt nicht, dass er in Gefahr ist. Er ist zu blind, um die Gefahr als solche zu erkennen.

Dabei kann es zum Beispiel darum gehen, dass der Ehepartner fremdgeht. Der Träumende ahnt unterbewusst etwas, möchte aber von dem Gedanken an eine Trennung nichts wissen. Er übersieht das Offensichtliche. Ähnliches kann sich auch auf die berufliche Laufbahn beziehen. Gibt es einen Kollegen oder eine Kollegin, die dem Träumenden zum Beispiel die angedachte Beförderung streitig machten könnte, ohne, dass er das bemerkt?

Blutproben im LaborTräume von Viren können auch ganz anders aussehen. Es kann ja auch sein, dass der Träumende von der Bekämpfung eines Virus träumt. In sicherer Schutzkleidung geht er mit einem passenden Desinfektionsmittel gegen das Virus vor. Das bedeutet, dass er etwas auf der Spur ist. Er hat irgendetwas Negatives bemerkt, kann es aber nicht konkret benennen. Trotzdem versucht er, es zurückzutreiben.

Das ist ein positives Traumsymbol und fordert den Träumenden dazu auf, weiter zu forschen, herauszufinden, was ihm potentiell Angst macht. Ist es Sorge um die Beziehung zu Kollegen, zur Mutter oder zum Vater? Oder ist es vielleicht eine Charaktereigenschaft? Versucht er, ein Verhaltensmuster abzulegen, welches ihm im Unbewussten Zustand schadet? In jedem Fall sind solche Träume Anzeichen für eine positive Veränderung, ob sie nun bewusst oder unbewusst geschieht.

Das Virus kann man auch metaphysisch betrachten, es geht nicht nur um Viren, die den Menschen krank machen. Eben haben wir erklärt, wie man allgemein Träume von Viren deutet. Nun kommen wir zu den verschiedenen Arten von „Viren“, wobei es hier um das geht, was wir mit Viren assoziieren bzw. wie wir das Wort in der Alltagssprache verwenden.

Virus-Krankheiten

Wie zuvor erwähnt, gilt es, Träume von Krankheiten von den Träumen von einem Virus an sich zu trennen. Zeigt sich das Virus eher in Form von Krankheitssymptomen, möchten wir an dieser Stelle gerne auf unseren Artikel über Träume von Krankheiten verweisen.

Es geht hier um die Symptome. Was löst das Virus aus? Fieber? Husten? Atemnot? Das alles sind Symptome, die auf ein Virus zurückzuführen sein können. Da es hauptsächlich um die Symptome geht, steht das Virus in der Traumdeutung eher im Hintergrund. Vielmehr ist es wichtig, die Ursachen der Symptome ausfindig zu machen. Denn träumen wir nicht, wie oben beschrieben, direkt von einem Virus in einer halbwegs konkreten Form, träumen wir von einer Krankheit, die vielleicht durch ein Virus ausgelöst sein könnte. Im Vordergrund steht aber die Krankheit selbst.

Computer-Virus

Computer-VirusComputer-Viren sind, genau wie Handy-Viren eine besondere Gattung Virus. Anders als krankheitserregende Viren sind diese Viren vom Menschen selbst erschaffen. Genauso unterscheidet sich der Zweck des Virus. Ein Krankheitsvirus hat das Ziel, sich selbst zu vervielfachen, indem es sich einen Wirt sucht, egal ob Mensch oder Tier. Ob es den Wirtskörper am Ende tötet, ist dem Virus scheinbar nicht so wichtig.

Das Ziel eines Computer-Virus ist das, welches der Programmierer ihm einpflanzt. Es kann den ganzen PC sperren, um Schutzgeld zu erpressen. Gemeint ist hier eine Geldzahlung, um den Rechner wieder freizuschalten. Andere Viren suchen gezielt nach wichtigen Daten, gespeicherten Email-Adressen oder Passwörter, um sie dann irgendwo hin zu übertragen, damit der Erschaffer selbst Schäden anrichten kann, beispielsweise in dem er Sachen mit kopierten Kreditkartendaten bestellt.

Andere Viren sind einfach nur auf Zerstörung aus, indem sie zum Beispiel das System so übertakten, dass es durchbrennt. Viel häufiger kommen allerdings Viren vor, welche die gesamten Daten unwiederbringlich löschen.

Das sind auch die, die in den meisten Träumen von Computer-Viren vorkommen. Diese Träume mahnen den Träumenden zu mehr Achtsamkeit. Computer-Viren kann man vorbeugen, indem man ein Anti-Virus-Programm installiert und regelmäßig aktualisiert. Allerdings ist ein noch besserer Schutz, wenn man zusätzlich vorsichtig ist, gerade im Internet. Auch mit Schutzsoftware kann es passieren, dass man sich ein kostenloses Programm von einer dubiosen Seite herunterlädt, welches ein noch unbekanntes Virus in sich trägt.

Man bekommt das Virus aus Unachtsamkeit. Für den Träumenden heißt das, dass er auf der Hut sein sollte. Irgendjemand könnte ihn hintergehen und wenn er nicht aufpasst, kann er vielleicht sogar alles verlieren. Daten sind nämlich von unschätzbarem Wert. Programme etc. kann man neu installieren, aber lokal gespeicherte Mails, Fotos, Dokumente etc. sind für immer verloren.

Viele Menschen sind sich des Wertes von Dateien gar nicht bewusst. Umso wichtiger ist es, dass der Träumende vorsichtig ist und versucht, Fehler zu vermeiden, damit er beispielsweise nicht versehentlich ein großes Projekt an die Wand fährt.

Handy-Virus

Handy-VirusTräume vom Handy-Virus ähneln von ihrer Bedeutung her dem Computer-Virus. Es gibt allerdings einen großen Unterschied. Für die meisten Menschen ist das Handy viel persönlicher als ein Computer. An diesem surft man im Internet, arbeitet oder spielt Videospiele.

Das Handy ist immer dabei, die meisten Menschen der jüngeren Generation schauen ständig auf ihr Smartphone, es ist das Erste, das sie morgens tun und das Letzte, was vor dem Zubettgehen geschieht. Ansonsten ist es den ganzen Tag entweder in der Hand oder in Sichtweite. Mittlerweile telefonieren viele Menschen, indem sie es horizontal halten, weil das, psychologisch erwiesen, seine natürliche Haltung ist. Im Grunde ist das Handy wie ein Haustier.

Mit dem Handy wird quasi das ganze Leben aufgezeichnet. Alles kann an Ort und Stelle gefilmt oder fotografiert werden, man verwaltet seine Kontakte und Termine, Chattet mit anderen Menschen per Messenger wie WhatsApp oder Telegram und bleibt über soziale Netzwerke und Nachrichten-Apps immer auf dem neuesten Stand.

Da ist ein kompletter Datenverlust natürlich etwas, was einen riesigen Schock auslöst. Die Angst davor ist im Unterbewusstsein ständig vorhanden. Im Traum bedeutet das Angst vor einem persönlichen Verlust, möglicherweise im beruflichen Leben oder im engsten privaten Umfeld. Der Träumende wittert eine Gefahr und hat Verlustangst. Irgendetwas Schlimmes könnte passieren.

Träume vom Datenverlust durch ein Handy-Virus mögen daher als Albträume gebrandmarkt werden, was allerdings falsch ist. Im Gegensatz zum Computer-Virus besteht nämlich Hoffnung, der Verlust ist bei genauerem Betrachten oft gar nicht so schlimm. Für die meisten Smartphones braucht man ein Google- oder Apple-Konto, in dem normalerweise alle Kontakte gespeichert werden. Somit können die Kontakte wiederhergestellt werden.

Gleiches gilt üblicherweise auch für Emails, Termine, Passwörter etc. Selbst Fotos und Videos können neben dem Gerät auch in der Cloud gespeichert werden. Gekaufte Musik oder E-Books kann man neu herunterladen. Um es klar auszudrücken: Man verliert höchstens ein paar Spielstände und Messenger-Nachrichten (sofern nicht mit der Cloud synchronisiert), was sicherlich verkraftbar ist.

Für die Traumdeutung bedeutet das, dass es zu einem schockierenden Verlust kommt, der sich am Ende aber als recht harmlos herausstellt. Der ursprüngliche Zustand kann wieder hergestellt werden. So kann ein solcher Traum in einer Trennungsphase darauf hindeuten, dass alles wieder gut werden kann. Sieht man den Traum als Zeichen eines Jobverlusts, sollte der Träumende guten Mutes sein. Entweder ist die Angst vor einer Kündigung unberechtigt oder man findet in kurzer Zeit eine neue Anstellung.

Psychologisches / Gesellschaftliches

Viren sind für ein paar der gefährlichsten Krankheiten in der Menschheitsgeschichte verantwortlich. Allein deswegen werden Träume von Viren mit Tod und Krankheiten verbunden. Es ist aber auch ganz logisch, vor einem Virus Angst zu haben. Die tückische Sache bei einem Virus ist, dass man ihn weder sehen, noch fühlen, riechen, schmecken, hören oder anfassen kann. Es handelt sich um eine unsichtbare Gefahr, der man im Grunde schutzlos ausgeliefert ist.

Dank Schutzimpfungen konnten viele viral ausgelöste Krankheiten besiegt werden. Allerdings neigen Viren auch dazu, gelegentlich zu mutieren. Danach können unsere Impfstoffe vielleicht nicht mehr gegen sie ankommen. Die Corona-Pandemie zeigt das sehr deutlich. Covid-19 ähnelt dem Sars-Virus, jedoch helfen die Medikamente gegen Sars nicht gegen das Corona-Virus.

Die neue Gefahr weckt Urängste in den Menschen, vor allem, da sich die Krankheit nicht nur regional ausbreitet. Die Menschen fühlen sich hilflos, zumal es zu diesem Zeitpunkt noch keine Heilung gibt. Aus diesem Grund horten viele Personen auch Toilettenpapier und Nudeln. Das gibt ihnen das Gefühl, wenigstens irgendetwas gegen die Krankheit unternehmen zu können.

Das Corona-Virus ist ein ideales Beispiel dafür, dass das Virus zu den archetypischen Traumsymbolen gehört. Es weckt menscheneigene Ängste, und das, dank der modernen Telekommunikation, weltweit. Zu Urzeiten war das nicht anders, nur wusste man damals noch nicht, dass Viren die Auslöser vieler Epidemien und Pandemien waren. Die Angst stört das nicht, ihr ist es im Grunde egal, ob Viren, Bakterien oder anderes die Menschheit in Angst und Schrecken versetzt.

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