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Träume von Geistern und Gespenstern

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Träume von Geistern müssen nicht negativer Natur sein

Bei Geistern und Gespenstern handelt es sich um Traumsymbole, die tendenziell eher negativ zu deuten sind. Sie sind allerdings keine rein negativen Traumsymbole, obwohl sie in den meisten Fällen für etwas Negatives, Angsteinflößendes oder Vergangenes stehen. Träumt man von einem Geist oder einem Gespenst, mag es zwar meist negativen Ursprungs sein, jedoch ist die Botschaft häufig positiver Natur, da Geister und Gespenster in Träumen sehr oft als Hinweis auf oder Warnung vor etwas erscheinen.

In Kürze zu: Träume von Geistern und Gespenstern
  • Geister und Gespenster sind Traumsymbole, die oftmals Angst und Vergangenes repräsentieren, aber auch als Warnungen oder Hinweise dienen können. Sie sind meistens nicht greifbar und in vielen Kulturen mit dem Tod verbunden.
  • Geister repräsentieren in der Regel die Seelen der Toten und können einer spezifischen verstorbenen Person zugeordnet werden. Gespenster hingegen sind allgemeiner und schwieriger einer spezifischen Person zuzuordnen. Sie sind daher als eine Art Gattung zu verstehen, während Geister eine spezifische Art innerhalb dieser Gattung darstellen.
  • Die Deutung von Träumen mit Geistern und Gespenstern hängt stark vom Kontext ab. Gespensterträume sind oft mit vergangenen Erlebnissen verbunden und können unaufgearbeitete Erinnerungen repräsentieren. Geisterträume hingegen sind eher personenbezogen und können konkrete Ängste symbolisieren. Sie sind zumeist auf Charaktereigenschaften und spezifische Ängste bezogen und können positive oder negative Aspekte hervorheben.

Geister und Gespenster sind etwas, das man nicht greifen kann. Sie können unterschiedlichste Erscheinungsformen annehmen oder aber unsichtbar sein. Geister und Gespenster sind surreale Wesen, die einen verfolgen können oder denen man im Gegenzug hinterherjagen kann. Selbst, wenn man sie erwischt oder von ihnen erwischt wird, geschieht nichts. Man kann sie nicht ertasten oder ergreifen, sondern lediglich sehen oder fühlen (im Sinne von „ihre Präsenz wahrnehmen“). Sie sind zudem in fast allen Kulturen mit dem Tod verbunden. Todeserscheinungen in Träumen verstören viele Menschen, jedoch meistens zu Unrecht.

Unterschied zwischen Geist und Gespenst

Geister und Gespenster kann man durchaus verwechseln. Schließlich sind beide körperlose Wesen, welche trotz des Fehlens von Materie irgendwie existieren. Grundlegend kann man Geister und Gespenster von ihrer Wesenheit und ihren Eigenschaften gleichsetzen. Im Volksmund wird Gespenst häufig als Synonym für Geist gebraucht. In esoterischen, religiösen und spirituellen Kreisen gibt es jedoch feine Unterscheidungen zwischen Geist und Gespenst.

Geister beschreiben in der Regel die Seelen der Toten. Dabei steht jeder Geist für einen bestimmten Verstorbenen. Der Geist ist das, was von einem Lebewesen nach dem körperlichen Tod übrig bleibt und wird deshalb oft auch mit der Seele gleichgesetzt. Im alltäglichen Sprachgebrauch spricht man auch davon, einen Geist gesehen zu haben oder, dass einem ein Geist im Traum erschienen ist. Dabei ist es fast immer möglich, den erschienenen Geist einer realen Person zuzuordnen.

Gespenster dagegen sind zwar ebenfalls immaterielle Erscheinungen von Verstorbenen, jedoch von ihrem Wesen her „allgemeiner“. Im Gegensatz zu Geistern ist es bei Gespenstern viel schwieriger bis unmöglich, die Erscheinung einer bestimmten Person zuzuordnen. So spricht man beispielsweise von einem Schlossgespenst oder Schreckgespenst, wenn man etwas Geisterhaftes sieht, das aber nicht klar identifizierbar ist. Gespenster sind daher nicht „so nah am Menschen“ und unbekannter Herkunft.

Man kann sagen: Es handelt sich bei Gespenstern um eine Gattung, bei Geistern um eine konkrete Art, so wie Katze eine Tiergattung ist, Tiger oder Langhaarkatze dagegen eigene Arten dieser Gattung.

Träume von Geistern und Gespenstern unterscheiden

Um Träume von einem Geist oder einem Gespenst zu deuten, muss man zunächst ermitteln, ob es sich um einen „spezifischen“ Geist oder ein „allgemeines“ Gespenst handelt. Aufgrund der Ähnlichkeiten von Geist und Gespenst ist es schwierig, diese eindeutig zu trennen. Hier sollte man sich auf sein Gefühl verlassen. Die einzige Ausnahme wäre, wenn die nächtliche Erscheinung eine klare und erkennbare Form hat. Dann ist es ein Geist. Je unschärfer der Geist allerdings wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein Gespenst handelt.

Bei der Differenzierung zwischen Geist und Gespenst ist der Kontext der Traumerscheinung eine wichtige Hilfe. Gespenster werden eher mit Erinnerungen und Erlebnissen in Verbindung gebracht, Geister dagegen mit Charaktereigenschaften und spezifischen Ängsten. Gespensterträume gehen daher häufiger mit dem Gefühl einher, etwas schon einmal erlebt zu haben, sei es die geträumte Situation oder ein unangenehmes Gefühl, welches man schon mal hatte und zu verdrängen versucht.

Träume von Geistern sind eher personenbezogen. Sie sind meistens geprägt von relativ konkreten Ängsten und damit einhergehenden Fluchtinstinkten. Ein Geist hat in einem Traum in der Regel eine bestimmte Form. Er kann aussehen wie jemand, den man kennt oder mal gekannt hat. Es ist aber auch gut möglich, dass man sich selbst als Geist in einem Traum erscheint. Auch prominente oder historische Personen können in Geisterform in Träumen erscheinen. Es ist nicht unbedingt wichtig, den Geist einer bestimmten Person zuordnen zu können. Die Handlung, bzw. der Kontext, ist in einem Geistertraum weniger relevant als in einem Gespenstertraum.

Träume von Gespenstern deuten

Träumt jemand von einem oder mehreren Gespenstern, so wird er meist mit seiner Vergangenheit konfrontiert. In der Regel symbolisieren Traumgespenster noch nicht vollständig verarbeitete Erlebnisse. Diese Erinnerungen spuken im wahrsten Sinne des Wortes im Kopf der träumenden Person herum. Dabei kann es sich um Ereignisse handeln, an die man sich vielleicht gar nicht mehr bewusst erinnert und glaubt, längst verarbeitet zu haben. Ein Beispiel hierfür könnte eine weit zurückliegende Trennung sein, die als längst überwunden betrachtet wird.

Das Gespenst im Traum verfolgt den Träumenden als eine Art substanzloses Gefühl. Gespensterträume werden häufig als äußerst emotional intensiv beschrieben. Dies liegt nicht zwingend daran, dass das Gespenst Angst und Schrecken verbreitet oder als Aggressor auftritt, sondern eher daran, dass es die meist negativen Gefühle eines vergangenen Ereignisses wieder heraufbeschwört.

Die Erscheinung des Gespenstes spielt in diesen Träumen eine eher untergeordnete Rolle. Um die Bedeutung des Gespenstertraums zu verstehen, sollte man analysieren, in welcher Situation man sich bereits schon einmal genauso gefühlt hat wie im Traum. Gemäß der Traumdeutung liegt es am Träumenden zu hinterfragen, warum das betreffende Erlebnis noch nicht überwunden wurde und warum die vergangenen Emotionen erneut auftauchen.

Gespenster erscheinen in Träumen oft als Botschafter, die den Träumenden auf bestimmte Aspekte seiner Persönlichkeit aufmerksam machen sollen. Sie werden häufig auch als Symbol für die innere Stimme gedeutet. Doch sie können ebenso auf positive Dinge hinweisen, wie zum Beispiel auf Wünsche und große Ziele des Träumenden, die verfolgt werden könnten und wahrscheinlich auch sollten.

Führt man im Traum ein Gespräch mit dem Gespenst, ist dies in der Regel als positives Zeichen zu interpretieren. Mit einem Gespenst zu reden zeigt an, dass man sich seinen Ängsten stellen kann und bereit ist, mit ihnen in einen Dialog zu treten.

Träume von Geistern deuten

Traumdeutung GeistWenn im Traum ein Geist erscheint, deutet dies meist darauf hin, dass die innere Ordnung gestört ist. Diese Ordnung bezieht sich auf das eigene psychische Gleichgewicht. Etwas scheint in der psychischen Verfassung des Träumenden nicht zu stimmen, sei es ein vergangenes Ereignis oder eine unvermeidbare Zukunft.

Oftmals werden Geisterträume mit dem Tod assoziiert und symbolisieren die Seelen von Verstorbenen, die nach deren Tod freigesetzt werden. In Träumen nehmen Geister meist eine erkennbare Gestalt an. Häufig kann der Träumende den Geist einer bestimmten Person zuordnen, wie der verstorbenen Großmutter, einem Bekannten, einer fiktiven Figur oder sogar sich selbst.

Ein im Traum gesehener Geist bedeutet nicht zwangsläufig, dass es in der realen Welt Probleme mit dieser Person gibt oder gab. Geister verkörpern die immaterielle Seele und stehen in der Regel für die hervorstechendsten Charakterzüge. Wenn der Geist der Mutter im Traum erscheint, kann es zwar einen Bezug zur Mutter haben, jedoch steht der Geist der Mutter eher für ihre herausragenden Eigenschaften und symbolisiert vielleicht Liebe, Fürsorge oder Geborgenheit.

Die Art der Interaktion mit dem Geist im Traum kann sowohl positive als auch negative Aspekte widerspiegeln, die dem Träumenden entweder Angst einjagen oder motivieren, diese Eigenschaften selbst stärker auszuleben.

In den meisten Berichten über Geisterträume wird der Geist jedoch negativ interpretiert. Er stellt eine archetypische Schattenfigur dar, die Eigenschaften zeigt, die man im kollektiven Unbewussten trägt, aber im Wachleben ablehnt oder unterdrückt.

Solche negativen Geisterträume können jedoch positiv genutzt werden. Wenn man das Problem erkennt, kann man daran arbeiten, sich selbst besser zu akzeptieren und die Angst vor seinem „bösen“ Geist zu verlieren. So kann ein anfänglicher Albtraum über einen Geist zu einem Traum werden, der keine Furcht mehr auslöst.

Geister- und Gespensterträume in anderen Kulturen

Geister und Gespenster spielen auch in anderen Kulturkreisen eine große Rolle. Ähnlich wie im westlich-europäischen Raum bedeuten Träume von Geistern und Gespenstern weltweit meist etwas Negatives.

Im arabischen Raum symbolisieren Geister und Gespenster im Traum in der Regel Falschheit und Gefahr. Sie kündigen Unheil an und ermahnen den Träumenden zur Vorsicht. Kann der Geist als der einer lebenden Person erkannt werden, droht eine schlechte Nachricht. Sieht man im islamischen Raum hingegen den Geist eines verstorbenen Freundes, ist dies eine sehr gute Botschaft, denn es bedeutet, dass man einen guten Freund hat, der einen nicht im Stich lässt, egal, was auch geschehen mag.

Auch im indischen Raum sind Geister und Gespenster kein gutes Zeichen. Sie warnen vor Unrecht, Sünde und Betrug.

In der chinesischen Traumdeutung sieht es kaum anders aus. Erscheint im Traum ein Geist oder ein Gespenst, ist mit einer schlechten Botschaft zu rechnen. Trachtet ein Geist dem Träumenden nach dem Leben, ist dieser Traum als Warnung davor zu verstehen, von anderen Menschen ausgenutzt zu werden. Erscheint der Geist hingegen im Garten, steht das für spirituelle Kraft und das Überwinden von Ängsten.

Psychologisches / Gesellschaftliches

Geister und Gespenster sind in nahezu allen Kulturen dieser Erde präsent. Keine Weltreligion behauptet, dass das Leben eines Menschen mit seinem Tod vollständig endet. Im Buddhismus stirbt lediglich der Körper. Die Seele verlässt diesen im Moment des Todes und wird bald darauf in einem neuen Körper wiedergeboren. Dieser Zyklus wiederholt sich so lange, bis die Seele den Zustand der Erleuchtung erreicht hat und damit in das ewige Nirwana eingeht.

Im Christentum gelangen die Seelen der Verstorbenen entweder in den Himmel oder die Hölle, ähnlich wie im Islam. Auch der Islam glaubt an eine unsterbliche Seele. Der Tod wird als Befreiung von den Lasten des Lebens verstanden. Die Seele tritt in die Zwischenwelt (Barzach) ein und verweilt dort bis zum Jüngsten Gericht, an dem entschieden wird, ob sie die Ewigkeit in der Hölle verbringen muss oder in den Himmel darf.

Obwohl der Tod in keiner Weltreligion das Ende des Lebens darstellt und es einen himmlischen Ort oder ähnliches gibt, strebt kaum jemand danach, diesen schnell zu erreichen. Die Angst vor dem Tod ist weit verbreitet und zählt zu den Urängsten der Menschheit.

Die Seelen der Verstorbenen sollten als Geister an diesem schönen Ort verweilen. Sie verlassen die Erde in ihrer natürlichen Form und treten in das Reich der Toten ein. Dass Geister und Gespenster als Symbole des Schreckens gelten, liegt größtenteils daran, dass sie, wenn sie im Traum erscheinen, noch auf der Erde verweilen. Irgendetwas scheint bei ihnen nicht zu stimmen; sie finden den Weg ins Himmelreich nicht oder werden nicht eingelassen. Möglicherweise haben sie auch noch Angelegenheiten auf der Erde zu klären, bevor sie sich auf die Reise ins Totenreich machen.

Diese ungreifbaren Wesen repräsentieren Verstorbene. Von solchen Toten heimgesucht zu werden, löst bei den meisten Menschen verschiedene Ängste aus. Der Anblick eines Geistes oder Gespenstes bedeutet in der Regel eine Konfrontation mit dem Tod. Zwar ist physische Interaktion nicht möglich, und sie können einen nicht ins Reich der Toten mitnehmen, dennoch kann man nichts tun, um sie zu vertreiben, und ist ihnen sozusagen schutzlos ausgeliefert.

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