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Traumsymbol Kuh / Rind


traumdeutung Kuh

Die Kuh ist ein Symbol für das Mütterliche schlechthin

Kühe haben den Ruf, nicht die schlausten unter den Tieren zu sein. Die meiste Zeit stehen sie auf der Wiese oder im Stall, fressen Gras und gucken starr und scheinbar geistlos vor sich hin. In Wirklichkeit aber sind Kühe besonders gutmütige, sanfte und intelligente Tiere, die enge Familienverbände und beste Freunde haben und sogar in der Lage sind, zu weinen.

Das auffälligste Merkmal der Kühe ist ihr Euter, mit dem sie ihre Kälber säugen und somit für das Leben, Wachstum und Ernährung derselben sorgen. Genau dies ist es auch, womit die Kuh als Traumsymbol in Verbindung steht: Mit dem Weiblichen, Mütterlichen und dem Nährenden.

Träume von Kühen deuten

Träume von Kühen sind ziemlich häufig und werden meist positiv gedeutet. Im Allgemeinen stehen die weiblichen Rinder für das Häusliche, Idyllische, Glück und Wohlstand. Vor allem wenn man das Tier friedlich grasend auf einer Wiese beobachtet, steht dies symbolisch für die Ausgeglichenheit und Zufriedenheit des Träumers in Bezug auf Freundschaft und Familie. Wer von einer Kuh träumt, die sich vielleicht sogar in einem Stall befindet, sehnt sich eventuell auch nach mehr Häuslichkeit und Geborgenheit.

Melkt man im Traum eine Kuh, dann wird ein Vorhaben in der Wachwelt gelingen. Der Träumer kann sich also auf Erfolg einstellen. Vielleicht wird auch ein langersehnter Wunsch endlich in Erfüllung gehen. Eine ganze Kuhherde symbolisiert ebenfalls Erfolg und Glück in allen möglichen Belangen. Melkt jedoch eine andere Person die Kuh, kann das ein Hinweis auf Unzufriedenheit sein oder darauf, dass man sich von anderen hintergangen oder ausgenutzt fühlt. Manchmal kann eine Traumkuh auch bedeuten, dass man dankbarer für das sein soll, was man bereits hat.

Die Kuh in Frauenträumen

In Frauenträumen ist die Kuh ein Symbol für Mütterlichkeit. Je nach den aktuellen Lebensumständen der Träumerin kann sie für den (unbewussten) Wunsch nach Mutterschaft stehen, für die Notwendigkeit, Mütterlichkeit zu entwickeln oder für den Mangel an ebendieser. Manchmal kann die Kuh auch als übertriebene Mütterlichkeit interpretiert werden.

Je nach Kontext des Traumes verdeutlicht dieser, wie man sich in der Realität idealerweise verhalten sollte. Müssen Eigenschaften wie Fürsorge und Selbstlosigkeit erst entwickelt oder sollten diese eher etwas abgeschwächt werden? Denn übertriebene Mutterliebe kann sich negativ auf die Entwicklung und Selbstständigkeit des Kindes auswirken.

Die Kuh in Männerträumen

In Männerträumen steht die Kuh meist symbolisch für bestimmte kindliche Bedürfnisse, wie der Wunsch nach Geborgenheit, Mutterliebe und Wärme. Die Traumkuh funktioniert hier als Art  Aufforderung an den Träumer, sich diesen Bedürfnissen bewusst zu werden.

Kühe sind in Männerträumen seltener anzutreffen, als in Frauenträumen. Überspitzt ausgedrückt kann die Kuh anzeigen, dass der Betroffene ein Muttersöhnchen ist. Manchmal kann das Tier auch einfach eine weibliche Person aus dem Umfeld des Träumers symbolisieren.

Die Kuh in Kinderträumen

In Kinderträumen oder Träumen von Jugendlichen kann die Kuh entweder auf das Verhältnis zur Mutter und auf die enge Bindung zu derselben hinweisen oder aber auf Angst vor dem Erwachsenwerden und der damit verbundenen Selbstständigkeit, die man zwangläufig entwickeln muss.

Häufig träumen Kinder auch von Kuhkindern. Kälber stehen symbolisch für einen guten, jungen Menschen. Sie symbolisieren seine Unbekümmertheit und Unreife, können aber auch auf Unbeständigkeit hinweisen oder eben auf die Angst vor Selbstständigkeit.

Nicht nur in Kinderträumen, sondern auch in jenen der Erwachsenen kann die Kuh die passiven Anteile der Persönlichkeit darstellen. Vielleicht mangelt es dem Träumenden an der Fähigkeit des Hinterfragens und Durchsetzens. Lässt man sich in der Realität zu viel von anderen gefallen, wie die Kuh, die ängstlich und ohne sich zu wehren zum Schlachthof transportiert wird?

Die negative Deutung der Kuh

Negativ werden Kuhträume dann gedeutet, wenn man beobachtet, wie das Tier von einer anderen Person gemolken wird. Eine solche Traumszene  bedeutet, dass sich der Träumer von anderen hintergangen und ausgenutzt fühlt.

Ist die Kuh besonders mager, wird dies ebenfalls negativ gedeutet. Während wohlgenährte Kühe für Glück und Wohlstand stehen, symbolisiert die abgemagerte oder ungepflegte Kuh Unzufriedenheit sowie die Sorgen des Träumenden, insbesondere in Bezug auf menschliche Beziehungen.

Wird eine Kuh im Traum geschlachtet, verweist dies auf finanziellen Schaden und großes, bevorstehendes Unglück in geschäftlichen Belangen. Die Verfolgung durch eine Kuh verweist auf Feinde bzw. Menschen, die dem Träumer schaden wollen.

Träume von Kühen in anderen Kulturen

In vielen Kulturen gilt die Kuh als Symbol der großen Mutter, in der Moderne steht sie für die weibliche Erzeugerin des Lebens. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem das Bild des Euters, das als Traumsymbol große Ähnlichkeit mit dem der weiblichen Brust aufweist. Nach Artemidoros verspricht ein prallgefülltes Euter einen vollen Geldbeutel.

In der ägyptischen, germanischen und indischen Mythologie gilt die Kuh aus diesem Grund als heilig, kann aber auch auf einen unterentwickelten Intellekt hindeuten, weshalb sich die Redewendung der „blöden Kuh“ in unserer Sprache entwickelt hat. Auch in anderen Sprachen ist die Kuh nicht unbedingt positiv konnotiert. Man denke hier beispielsweise an den englischen Begriff coward, der für einen feigen, passiven Menschen steht.

In der arabisch-islamischen Traumdeutung steht die Kuh wie in der westlich-christlichen für gute Zeiten und beruflichen Erfolg, solange die Kuh gesund und wohlgenährt ist. Ist das Tier ungesund und mager, kehrt sich diese Bedeutung um. Eine Kuh ohne Horn zu sehen bedeutet den unglücklichen Ausgang eines Liebesverhältnisses. Eine liegende Kuh kann auf Krankheit innerhalb der Familie hinweisen.

In Indien ist die Kuh das heilige Tier schlechthin. Die Bauern lassen ihre Herden einfach frei durch die Straßen laufen, wo sie sich von Abfällen ernähren und für das Gemeinwesen einen wichtigen Zweck erfüllen. Kuhträume sind daher in Indien, ganz egal ob die Kuh fett oder mager ist, immer positiv. Magere Kühe deuten auf die Heilung einer Krankheit hin. Eine Kuh zu melken verweist auf Erbschaft und eine Kuh im Allgemeinen auf beruflichen Erfolg.

Gesellschaftliches / Psychologisches

Kühe sind wichtige Nutztiere. Sie liefern uns unsere tägliche Milch, gutes Fleisch und sorgen dafür, dass die Felder der Bauern gedüngt werden, um so neue Erträge zu bringen. Aus ihrer Milch kann man Grundnahrungsmittel wie Joghurt, Käse und Butter herstellen. Nach ihrem Tod werden die Rinder zu Fleischwaren und Leder verarbeitet. Früher nutzte man sogar ihre Knochen und Hörner, um Werkzeuge und Trinkgefäße daraus herzustellen.

Obwohl eine Kuh in der Natur ein Alter von bis zu 20 Jahren und mehr erreichen kann, wird sie als Nutztier nur ein Bruchteil so alt. Nach spätestens vier bis fünf Jahren wird eine Kuh, nachdem sie geduldig und einsam jahrelang im dunklen Stall angebunden war, Kälber gebären musste, die sie nie zu sehen bekam und als Milchmaschine missbraucht wurde, nicht mehr gebraucht, auf einen Lastwagen verfrachtet und unter unvorstellbar grausamen Umständen geschlachtet.

Umso ironischer scheint es, dass die Kuh eigentlich einst ein Symbol für den Frieden, Geborgenheit und Glück stand. Im Traum symbolisiert sie den mütterlichen Anteil unseres Selbst, den Wunsch nach Geborgenheit und Wärme oder steht für eine gewisse Passivität des Träumenden. Grade wenn die Kuh ausbricht und aggressiv ist, kann dies als kompensatorischer Traum gedeutet werden, in dem sich der Wunsch nach mehr Aktivität und Durchsetzungskraft des Träumers versinnbildlicht.

Nach C. G. Jung verweist das weibliche Rind zudem auf den Persönlichkeitsanteil, der sich dem kollektiven Unbewusst unterordnet.

Ebenfalls nicht unwichtig ist die Farbe des Tieres im Traum. So steht eine weiße Kuh höchstwahrscheinlich für den kindlichen, reinen Teil seiner Persönlichkeit, während eine schwarze, aggressive Kuh auf Hinterlist hinweisen kann oder ein Indiz dafür sein kann, dass man sich in der Wachwelt hintergangen fühlt. Der Gegenspieler zur Kuh ist der Stier.

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