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Mitmenschen und Familie


In kaum einem Traum ist der Träumende völlig alleine. Fast immer erscheinen noch andere Menschen im Traum. Erkennt man den Menschen nicht,

wird der Person keine besondere Bedeutung zugemessen und seine Handlungen spielen eine größere Rolle als seine Traumerscheinung. Unidentifizierbare oder zufällig auftretende Menschen spielen in Träumen eher eine Statistenrolle, zumindest als Person oder Persönlichkeit.

Anders sieht es jedoch aus, wenn es sich bei den Traummenschen um Personen aus der Wachwelt handelt. Man stellt sich oft Fragen wie „Warum träume ich von meinem Chef?“, „Weshalb hat sich mein Arbeitskollege im Traum so komisch verhalten?“ oder ganz lapidar „Was hatte denn meine Mutter in dieser Traumszene zu suchen?“.

Mitmenschen und Familienmitglieder die im Traum erscheinen, erwecken beim Träumenden größere Aufmerksamkeit. Es geht meistens um die Frage, warum ausgerechnet diese Person in genau dieser Situation vorgekommen ist und warum sie genau das getan hat, was sie getan hat. Daran schließt sich ganz einfach die nächste Kernfrage an, nämlich die, warum man von diesem Familienmitglied oder Mitmenschen träumt.

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Menschen übernehmen im Traum ganz unterschiedliche Funktionen

Bedeutung von Familie und Mitmenschen im Traum

Bei Familienmitgliedern und Mitmenschen (gemeint sind hier nur Menschen, zu denen der Träumende in der Wachwelt einen bestimmten Bezug hat) handelt es sich um Menschen, mit denen der Träumende in der Wachwelt interagiert. Sie beeinflussen seinen Tagesablauf, er ärgert oder freut sich über sie, denkt über ihre Handlungen und Gespräche mit ihnen nach oder überlegt, wie künftige Interaktionen verlaufen könnten.

Da es kein Geheimnis ist, dass Ereignisse im Wachzustand in nicht geringem Ausmaß in die Träume mit einfließen, ist es ganz normal, dass diese Personen auch als Traumsymbole auftreten. Es wäre jedoch falsch zu sagen, dass Freunde, Kollegen, Bekannte, Eltern oder Geschwister als Traumpersonen ihrer Rolle im realen Leben entsprechen würden. Das soll heißen, dass man, wenn man von einer bestimmten Person träumt, nicht unbedingt von dem realen Menschen träumt, sondern der Mensch oft auch nur als Symbol für bestimmte Eigenschaften steht, die man mit ihm verbindet.

So ist der Chef im Büro nicht unbedingt auch der Chef im Traum. Es kann natürlich gut sein, dass man von seinem Vorgesetzten träumt, wenn man neulich eine aufwühlende Situation mit ihm erlebt hat oder eine solche erwartet, beispielsweise ein wichtiges Gespräch über die berufliche Zukunft. Auf der anderen Seite kann der Chef im Traum aber auch für eine beliebige Autoritätsperson stehen oder für menschliche Eigenschaften, die man bewundert oder ablehnt.

Genauso verhält es sich mit Familienmitgliedern. Die geträumte Mutter muss nicht zwingend die reale Mutter sein. Erscheint die Mutter im Traum, kann sie auch schlicht für die Anima oder das Weibliche stehen. Männer und Frauen werden seit ihrer Geburt von der Mutter geprägt und haben von ihr die Bedeutung von Weiblichkeit gelernt, und selbst wenn die meisten Männer es negieren würden, suchen sie trotzdem nach einer Partnerschaft mit einer Frau, die ähnliche Grundeigenschaften hat wie die Mutter.

Träume von Mitmenschen und Familienmitgliedern deuten

Man sieht bereits jetzt schon, dass es nicht ganz einfach ist, Träume von Familienmitgliedern und Mitmenschen zu deuten. Um die Bedeutung dieser als Traumsymbole erscheinenden Personen herauszufinden, sollte man sich daher zunächst ein paar Fragen stellen.

Folgende Fragen sollte man sich bei der Deutung von Mitmenschen- und Familienträumen stellen:

  • Lässt sich der Traum auf eine bestimmte Situation zurückführen?
  • Wie stehe ich zu der Person?
  • Wie hat sich diese Person im Traum verhalten?
  • War das Verhalten ungewöhnlich?
  • Wie habe ich mich verhalten?
  • Warum habe ich mich so verhalten?
  • Wie habe ich mich dabei gefühlt?
  • Wie fühle ich mich jetzt, während ich darüber nachdenke?
  • Was verbinde ich mit dieser Person?
  • Welche Eigenschaften schätze oder verachte ich an ihr?
  • War es die Person oder war sie ein Symbol für diese Eigenschaften?

Der Fragenkatalog ließe sich sicherlich noch um etliche Punkte erweitern, jedoch sollten dies die grundlegendsten Fragen sein. Hat man die ersten Antworten gefunden, kann man die Traumdeutung auf tieferen Ebenen betreiben. Es geht dann darum, der Bedeutung der Träume weiter nachzuspüren. In den Traumpersonen spiegeln sich fast immer Aspekte der eigenen Persönlichkeit wieder.

Die Zielsetzung lautet daher, herauszufinden, um welche Aspekte es sich genau handelt und was eigentlich ausgedrückt werden soll. Ist es etwas, das man an sich selbst sehr oder überhaupt nicht mag? Wünscht man sich diese Eigenschaften bei der geträumten Person? Die Schlussfolgerungen aus diesen Überlegungen kann man anschließend in der Wachwelt in Konsequenzen umsetzen. Das kann bedeuten, dass man versucht, an sich und seinem Verhalten zu arbeiten oder ein klärendes Gespräch mit der im Traum erschienenen Person anzustreben, wenn einem etwas an ihr stört.

Diese Mitmenschen und Familienmitglieder treten besonders häufig in Träumen auf:

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