Traumsymbol Auge / Augen


Traumdeutung Auge

Die Augen gelten als Spiegel der Seele

Mit unseren Augen nehmen wir bekanntermaßen Dinge optisch wahr. Das Sinnesorgan sorgt dafür, dass wir wissen, wann es Tag oder Nacht ist, in welche Richtung wir laufen müssen und welche Form und Farbe die Dinge um uns herum besitzen.

Auch in der Traumdeutung steht das Auge für Wahrnehmung, Bewusstsein, Beobachtung und kritisches Urteilsvermögen. Bei er Deutung von Träumen, in denen die Augen eine besondere Rolle spielen bzw. besonders auffällig erscheinen, kommt es wie immer auf den Traumkontext an.

Widmen wir uns nun einigen möglichen Deutungen von Augenträumen.

Deutung von Träumen von Augen

Allgemein stehen Augen im Traum für eine bewusste Wahrnehmung, für Intelligenz, Neugierde und Wissen, aber in einigen Fällen auch für innere Unruhe. Hier kommt es ganz darauf an, in welchem Zustand sich die im Traum erscheinenden Augen befinden. Sind sie offen oder geschlossen? War man vielleicht sogar blind? Welcher Ausdruck lässt sich an ihnen ablesen? Welche Farbe hatten die Augen?

Das Traumsymbol Auge sagt immer etwas über den geistigen Zustand des Träumenden aus. Nicht umsonst sagt man, die Augen seien der Spiegel der Seele. Anhand der Augen lassen sich bestimmte Gefühle ablesen, sowohl in der Wachwelt als auch in der Welt der Träume.

Manchmal sagen Augenträume auch etwas über die Stellung zum zukünftigen Geschehen des Träumenden aus. In diesem Sinne ist das Auge ein Symbol für Zukünftiges und steht somit kontrastiv zu Symbolen wie Keller oder Dachboden, die meist auf Vergangenes bzw. bereits Erlebtes verweisen.

Ausdrucksvolle Augen

Ausdrucksvolle, klare Augen stehen meist für ein vorurteilsfreies Denken und einen kritischen Verstand. Wirken die Augen besonders freundlich und lächelnd, bedeutet dies, dass man sich gerade in einer sehr zufriedenen Lebensphase befindet. Der Träumende ist glücklich mit seinem derzeitigen Gefühlszustand und sorgt sich nicht um die Gegenwart oder Zukunft. Weit aufgerissene Augen stehen für die Unschuld und Kindlichkeit des Träumenden.

Starre Augen

Starrende, stechende Augen stehen im Traum zumeist für Hartherzigkeit, kalte Intelligenz und Egoismus. Vielleicht sollte der Träumende in der Wachwelt mehr auf seine Mitmenschen achten, statt immer nur an sich selbst zu denken. Gleiches gilt auch für Augen, die besonders leer erscheinen.

Fühlt man sich hingegen von starren Augen beobachtet, dann kann dies auf mögliche Minderwertigkeitskomplexe hindeuten. Träume in denen man sich ständig beobachtet fühlt, können auch aus innerer Unruhe oder möglichen Schuldgefühlen resultieren.

Besorgte Augen

Besorgte, traurige Augen stehen in vielen Fällen für die Angst vor emotionaler Isolation, Einsamkeit oder der Angst vor dem Verlust. Wer häufig von besorgt schauenden Menschen träumt, sollte in sich gehen und sich fragen, ob und wovor man Angst hat. Es kann auch helfen, sich mit Freunden oder dem Partner diesbezüglich auszutauschen.

Trübe Augen

Trübe, schlecht sehende und auch geschlossene Augen verweisen häufig auf die Tatsache, dass man wortwörtlich die Augen vor etwas verschließt und etwas nicht wahrhaben will. Vielleicht ist man sich der Problematik auch noch nicht bewusst und der Traum funktioniert dann als Art Warntraum, der den Träumenden davor warnt die Sachen so zu sehen wie sie sind und die Problematik richtig wahrzunehmen, statt zu verdrängen. Manchmal können trübe oder verschleierte Augen auch eine Warnung sein, einen Augentest zu machen.

Blinde Augen

Das Augenlicht oder die Augen an sich zu verlieren ist, welch Wunder, ein negatives Traumsymbol. Der Verlust des Augenlichtes verweist auf eine verlorengegangene Klarheit des Träumenden. Je nachdem welches Auge erblindet ist, ist damit der Verlust der Logik (rechtes Auge) bzw. der Verlust der Intuition (linkes Auge) gemeint.

Ist die Sicht eingeschränkt während man mit anderen Menschen zusammen ist, beispielsweise einem Mitglied der Familie oder sonstigen Mitmenschen aus dem gewohnten Umkreis, lenkt das Augenmerk auf das, was man bei sich oder der anderen Person nicht sehen möchte bzw. nicht wahrhaben will. Die Augen fordern in allen Fällen auf, näher hinzusehen.

Wenn die Augen losgelöst vom Kopf umherfliegen, kann dies für übermäßige Kontrolle stehen und ein Anzeichen für eine tiefe seelische Krise sein. In diesem Fall sollte man sich in der Wachwelt etwas zurücknehmen und sich mehr von sich selbst auferlegten Zwängen lösen, statt alles im Blick haben zu wollen.

Die verschiedenen Augenfarben

Blaue Augen stehen in fast allen Kulturen für Vertrauen und eine heimliche Liebe, deren man sich nicht bewusst ist. Dem gegenüber stehen die grünen Augen, welche stets mit Eifersucht und Neid in Verbindung gebracht werden.

Graue Augen sollen den Träumer vor falschen Freunden oder missgünstigen Menschen warnen. Auch schwarze Augen sind als Warnung vor unaufrichtigen Menschen in der Wachwelt zu verstehen.

Braune Augen stehen wie blaue Augen für die Treue eines Menschen sowie für innige Liebe.

Sigmund Freud interpretierte das Auge übrigens aufgrund seiner Form als weibliches Sexualorgan und sah in dem Bild des Reibens des Auges ein Ersatz für Onanie bzw. Masturbation. In der modernen Traumdeutung haben Augenträume einen erotischen Aspekt, wenn sie besonders feurig erscheinen.

Träume von Augen in anderen Kulturen

Der griechische Traumdeuter Artemidoros deutete ein scharfsichtiges Auge als positives Glückssymbol. Kurzsichtigkeit deutet er hingegen als Geldmangel, der bald eintreten wird. Mehr als zwei Augen zu haben war für Heiratswillige und Kinderlose ein gutes Omen. Träumte man, dass die Augen nicht im Kopf sondern an einer anderen Körperstelle auftauchten, so konnte dies auf eine baldige Blindheit oder Krankheit des jeweiligen Körperteils hinweisen. Gleiches galt für das Bild, fremde Augen zu besitzen.

Die arabische Traumdeutung sieht das Auge ebenfalls als Symbol für Bewusstsein, Erkenntnis, Intelligenz und Aufgeschlossenheit. Das Erblinden oder Erkranken der Augen wird auch hier als negatives Symbol gedeutet, welches auf Unglück, Armut oder Krankheit hinweisen kann. Große Einkünfte und mehr Freude stehen dann ins Haus, wenn die Augen besonders schön und groß sind. Leuchtende Augen stehen, ebenso wie in der europäischen Traumdeutung, für ein vorurteilfreies Denken und unvoreingenommenes Wesen.

Im persischen Raum bedeutet der Traum von den Augen, dass man etwas vor sich selbst verheimlicht und soll den Träumenden dazu auffordern, ehrlicher mit sich selbst zu sein und so zu handeln, wie es gut für einen ist. Das Symbol fordert den Träumenden zur Selbstreflektion auf.

In der indischen Traumdeutung ist das Auge ein äußerst religiöses Symbol, welches für Glauben und das Licht der Seele steht. Träumt ein Inder, dass er völlig erblindet, dann ist dies gleichzusetzen mit dem Verlust des Glaubens. Blinde Augen können aber auch auf eine baldige, gute Botschaft hinweisen.

Psychologisches / Gesellschaftliches

Wie eingangs bereits erwähnt wurde, gelten die Augen seit jeher als Spiegel der Seele. An ihnen kann man ablesen, ob ein Mensch gerade glücklich, traurig, ängstlich oder verwirrt ist. Je besser man die Menschen kennt, desto einfacher fällt es uns, bestimmte Blicke und Mimiken zu interpretieren. Manche Menschen kennen sich sogar so gut, dass sie keine Worte benötigen, um gemeinsam zu kommunizieren. Ein paar Blicke können bereits ausreichen, um bestimmte Gefühle oder Ansichten nonverbal auszudrücken.

Doch das Auge ist weitaus mehr als ein reines Sinnesorgan oder Kommunikationsmittel. In zahlreichen Religionen und Kulturen gilt das Auge als Organ des Lichtes und besitzt eine besondere Rolle. Nach dem ägyptischen Schöpfungsmythos ist die gesamte Welt aus einem Auge entstanden und auch in der Bibel erscheint das Auge als Symbol der Wachsamkeit, Allwissenheit und behütenden Allgegenwart Gottes. Im Islam schützt das blaue Auge, das Nazar-Amulett, vor bösen Blicken und gilt als wichtiges Glücksymbol.

Seit Menschengedenken steht das Auge also nicht nur für die Fähigkeit des Sehens, sondern ist ein äußerst komplexes Symbol, das für die Schöpfung, Allwissenheit und das menschliche Bewusstsein steht. Genau dieser Aspekt spiegelt sich eben auch in unserem nächtlichen Kopfkino wieder, wenn wir von Augen träumen. Sie verweisen stets auf einen wichtigen Aspekt unseres Geistes und können, je nach Traumkontext, wichtige Erkenntnisse zu unserem Seelenleben liefern. Zufriedenheit, Verlustängste oder Minderwertigkeitskomplexe – all diese Emotionen und Gedanken können bei Träumen von Augen zum Ausdruck kommen.

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