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Traumsymbol Arm / Arme / Umarmung


Traumdeutung Arme

Arme stehen für Schutz und Geborgenheit

Unsere Arme sind wohl jene von allen Körperteilen, mit denen wir am besten unsere Nähe und Zuneigung zu anderen Menschen ausdrücken können. Wenn wir Menschen mögen, umarmen wir sie zur Begrüßung, zum Abschied oder einfach nur zwischendurch. Auch wenn wir sehen, dass es jemanden schlecht geht, kann eine Umarmung echte Wunder wirken.

In der Traumdeutung hängt der Arm stets mit dem Traumsymbol Hand zusammen, die für die eigene Handlungsfähigkeit steht. Arme haben auch immer etwas mit Geben und Nehmen im zwischenmenschlichen Sinne zu tun. Was das Traumsymbol Arm in verschiedenen Traumkontexten bedeutet, kann man hier nachlesen.

Deutung von Armträumen

Ganz allgemein stehen die Arme im Traum, ähnlich wie die Hände, für Handlungsfähigkeit. Die Fähigkeit, das eigene Leben nach eigenem Gutdünken zu gestalten, etwas zu erschaffen oder zu zerstören, eine Veränderung herbeizurufen und sich selbst zu verwirklichen wird durch das Traumsymbol Arm in den Vordergrund gerückt.

Arme symbolisieren zudem das Behütetsein. Man denke nur an den ersten Augenblick, den man nach der Geburt mit seiner Mutter erlebt. Im Normalfall wird das Neugeborene gleich nach dem Durchtrennen der Nabelschnur in die behütenden Arme der Mutter gelegt. Dementsprechend kann der Traum von Armen, besonders vom Umarmen, den Wunsch ausdrücken, wieder Kind sein zu wollen und von den Armen der Mutter beschützt zu werden.

Des Weiteren symbolisieren Arme die Fähigkeit, die eigenen Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse auszudrücken. Man denke hier nur einmal an die eingangs erwähnte Umarmung, die einzig dazu dient, geliebten Menschen Zuneigung oder Mitgefühl zu schenken.

Sieht man im Traum seinen eigenen Arm oder einen besonders langen bzw. großen Arm, dann wird dies als Symbol für schwere Arbeit gedeutet. Der Träumende befindet sich entweder gerade in einer Zeit voll schwerer Arbeit oder aber ihm stehen schwere Zeiten bevor, die sich sowohl auf das berufliche als auch auf das Privatleben beziehen können. Sind die Arme dazu noch besonders kräftig dargestellt, kann man sich auf Erfolg im Beruf oder Privatleben einstellen.

Zu kurz geratene Arme weisen den Träumer auf ein mögliches Misslingen hin. Ein solcher Traum funktioniert als eine Art Warntraum, der den Träumer dazu anhält, sein Vorhaben zu überdenken, da seine Mittel dazu nicht ausreichen werden. Ein steifer Arm warnt vor Geldverlust, während nackte oder behaarte Arme auf ein gutes Einkommen hinweisen.

Negativ wird das Traumsymbol Arm immer dann gedeutet, wenn die Gliedmaße in irgendeiner Weise eingeschränkt oder verletzt ist. So deutet ein gelähmter, schwacher oder amputierter Arm auf eingeschränkte Handlungsfähigkeit, ein gebrochener Arm auf Verlust und Streit. Hat man im Traum nur einen Arm, werden dadurch Hindernisse oder Hemmungen im Leben verbildlicht.

Sonderfall Umarmung

Träume, in denen wir umarmt werden oder Mitmenschen umarmen, deuten stets auf körperliche Nähe, Zärtlichkeit und Sicherheit hin. Freud sah in dem Bild ein Symbol für den Wunsch nach geschlechtlicher Vereinigung. Allerdings hängt die Deutung davon ab, wen wir im Traum umarmen.

Sind es Menschen, denen wir nahe stehen oder ist es eher jemand, den wir nicht riechen können? Trifft Zweiteres zu, dann ist Vorsicht angebracht. Umarmen wir im Traum jemanden, den wir in der Wachwelt nicht sympathisch finden, sollten wir um falsche Freunde einen weiten Bogen machen.

Die Umarmung ist also ein sehr ambivalentes Traumsymbol. Häufig tritt es auf, wenn wir uns in einer Phase der Einsamkeit und Sehnsucht befinden. Auch mögliche Verlustängste können die Ursache von Umarmungsträumen sein.

Armträume in anderen Kulturen

Der griechische Traumdeuter Artemidoros sah im Traum von Armen, besonders wenn diese sehr kräftig und schön dargestellt werden, einen Hinweis auf beruflichen Erfolg. Befällt die Arme ein Leiden, kehrt sich die Bedeutung um und man muss sich auf schwere Zeiten und Trauer einstellen.

In der arabischen Traumdeutung ist das Traumsymbol Arm eng verbunden mit der eigenen Familie bzw. Familienangelegenheiten. So stehen die Oberarme symbolisch für den Bruder. Entsprechend kann der Verlust oder die Erkrankung der Arme gedeutet werden. Ein gutes Vorzeichen sind kräftige oder behaarte Arme.

Träume von Armen sind im arabischen Raum als präkognitive Träume zu deuten. Fehlt der rechte Arm, bedeutet dies den Verlust eines nahen Verwandten. Der Verlust des linken Armes steht symbolisch für den Tod eines entfernten Verwandten. Bricht man sich den Arm, sollte man sich auf Streitigkeiten innerhalb der Familie gefasst machen.

Ähnlich fällt die Deutung von Armträumen in Indien aus. Die Oberarme mit ihren Muskeln stehen metaphorisch für den Bruder oder den erwachsenen Sohn. Kranke oder kraftlose Arme können somit als negatives Vorzeichen gedeutet werden. Träumt einer, er habe gebrochene Arme, dann steht dem Sohn oder Bruder eine Krankheit oder Unglück bevor. Eine Frau wird sich von ihrem Mann trennen oder Witwe werden.

Träume von Umarmung fallen in der islamischen Traumdeutung fast durchgängig negativ aus. Sie stehen für familiäre Streitigkeiten oder der Sehnsucht nach Liebe. Nur in der indischen Traumdeutung werden Umarmungen im Traum positiv gewertet und lassen auf baldiges Liebesglück schließen.

Psychologisches / Gesellschaftliches

Genau wie die Beine zählen die Arme zu den Gliedmaßen des Menschen. Mit ihnen können wir überlebenswichtige Dinge ausführen. Essen, trinken, Gegenstände aufnehmen und weitergeben – all das wäre ohne Arme um einiges komplizierter und müsste erst mühsam erarbeitet werden, zumindest wenn man zur Spezies Mensch gehört. Daneben sind die Arme ein wichtiges Hilfsmittel beim Laufen. Mit ihren Pendelbewegungen dienen die Arme der Ausbalancierung des aufrechten Ganges und erleichtert somit das Gehen.

Die Arme dienen aber auch zu einem Großteil zum Schutz. Wenn eine Mutter ihr Kind schützen will, hält sie es fest im Arm. Wenn Menschen traurig sind, umarmen wir sie, um sie vor negativen Gefühlen zu schützen. Wenn wir hinfallen, stützen wir uns reflexartig mit den Armen ab, um unseren Kopf zu schützen. Und wenn wir uns verteidigen, kämpfen wir mit unseren Armen, um uns selbst zu schützen.

Die Verbindung von Armen und Schutz bzw. Unterstützung ist also offenkundig. Man denke da nur an das sprichwörtliche „unter die Arme greifen“, wenn man jemanden bei einer Sache unterstützen will. Sogar die Redewendung „Jemanden auf den Arm nehmen“ steht in diesem Zusammenhang. Weil man kleine Kinder auf den Arm nimmt, bedeutet die Redewendung, dass man jemanden wie ein Kind behandelt, also ihn demnach nicht ernst nimmt und glaubt, er sei naiv und leichtgläubig.

Wer häufig von Armen träumt oder Träume hat, in denen die eigenen oder fremde Arme einen besonderen Stellenwert einnehmen, sollte zunächst erst einmal den Traumkontext näher unter die Lupe nehmen. Wirkt der Traum positiv, wird dadurch ein positiver Aspekt des eigenen Ichs unterstrichen. Vielleicht ist man ein Mensch, der andere Menschen gerne behütet. Sehnt man sich nach Schutz und Geborgenheit, dann wirken solche Träume meist sehr emotional und aufwühlend.

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