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Traumforschung


Schlaf- und Traumforschung

Traumforschung und Traumdeutung

© Andrey Kuzmin / fotolia.com

Der menschliche Schlaf lässt sich in mehrere Phasen einteilen, die sich während der Nacht ständig wiederholen. Die Phasen I (leichter Schlaf), II (Vorbereitung auf den Tiefschlaf), III (Übergang in den Tiefschlaf) und IV (Tiefschlaf) werden als Non-REM-Phasen (NREM) bezeichnet und in der Regel von einer Phase REM-Schlaf abgelöst. REM bedeutet „Rapid Eye Movement“ und bezeichnet die Phase, in der der schlafende Körper erstaunliche Aktivität zeigt. Die Muskulatur ist maximal entspannt, abgesehen von der Augenmuskulatur, die für die beobachtbaren, schnellen und richtungslosen Bewegungen des Augapfels des Schlafenden verantwortlich ist.

Neben den Augenbewegungen wird auch das vegetative Nervensystem hochgefahren, was sich in einer Erhöhung des Blutdrucks, der Frequenz von Herzschlag und Atmung, sowie der verstärkten Ausschüttung von Adrenalin äußert. Träume werden in dieser Phase als besonders intensiv und lebhaft wahrgenommen. Wird ein Schlafender in dieser Phase geweckt, kann er sich im Normalfall ziemlich gut an den Traum erinnern.

Traumforschung ist ein eigener Bereich der Schlafforschung, der nach wie vor Rätsel aufwirft. Träume an sich sind nicht beobachtbar. Man kann mithilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG) lediglich Messungen der Hirnströme vornehmen, die darauf hindeuten, dass der Mensch träumt. Wirklich nachweisbar ist das jedoch nicht, da der Träumende geweckt und befragt werden muss, ob er sich an einen Traum erinnern kann.

Die verschiedenen Arten von Träumen

Rein wissenschaftlich wird zunächst zwischen REM- und NREM-Traum unterschieden, was im Grunde nur die Schlafphase bezeichnet, in der der Traum vorkommt. Die Traumtypen sind jedoch nicht nur durch ihre zeitliche Erscheinung und Abfolge charakterisiert.

Jeder kennt sicherlich Albträume. Ein Albtraum kommt im Normalfall in der REM-Phase vor und geht mit extremer Panik oder Angst einher. Typische Inhalte sind Katastrophen, Tod oder Verfolgung. Im Regelfall wacht man von einem Albtraum auf. Wiederkehrende Albträume sind körperlich belastend und Gift für die Seele, da sie die Möglichkeit der nächtlichen Entspannung rauben, weshalb sie durchaus behandlungswürdig sind.

Ähnlich, aber deutlich davon zu unterscheiden, ist der Pavor nocturnus. Er zeigt äußerlich vergleichbare Symptome und tritt bei etwa fünf Prozent der Kinder im Alter von bis zu sieben Jahren auf, kann aber durchaus auch bei Erwachsenen vorkommen. Der Pavor nocturnus ereignet sich zumeist in der Tiefschlafphase IV und gilt daher als NREM-Traum. Er äußert sich im Aufschrecken des Schlafenden und einem intensiven Gefühl körperlicher Angst. Der Puls steigt, die Atmung beschleunigt sich und kalter Schweiß wird ausgestoßen. Es ist durchaus normal, dass eine so erwachte Person mehrere Minuten nicht ansprechbar ist und komplett apathisch wirkt.

Ein anderer wichtiger Typ ist der Klartraum oder auch luzider Traum. Die Besonderheit ist, dass der Träumende sich des Traumes bewusst ist und die Möglichkeit hat, aktiv in das Traumgeschehen einzugreifen und dieses zu steuern. Interessenten möchten wir an dieser Stelle auf unsere Top 10 der Literatur über luzide Träumen hinweisen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Tagtraum, der allerdings nur die Begrifflichkeit mit dem eigentlichen Traum gemeinsam hat, da er in einem Zustand der Wachheit auftritt. Er kann durch Meditation oder Drogen herbeigeführt werden, kann aber auch aus psychischer Realitätsflucht oder totaler Übermüdung entstehen und hat eher den Charakter einer Halluzination.

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