Traumdeutung Mond


Traumdeutung Mond

Der Mond ist ein ganz besonderer Planet. Das ändert sich auch im Traum nicht.

Der Mond fasziniert die Menschheit schon seit Urzeiten, ist er doch nach der Sonne der hellste und am besten sichtbare Himmelskörper. Daher ist es auch vollkommen logisch, dass der Mond auch in vielen Träumen eine zentrale Rolle spielt. Als Traumsymbol kann der Mond in vielerlei Formen in Erscheinung treten. Er kann besonders groß oder klein sein, als zunehmender oder abnehmender Mond erstrahlen oder natürlich auch als Vollmond am Nachthimmel leuchten.

Träume vom Mond deuten

Träume vom Mond kann man nicht pauschal deuten, denn abgesehen von den verschiedenen Erscheinungsformen des Mondes, hängt dessen Bedeutung auch stark vom allgemeinen Traumkontext ab. Träumt ein Mann von einem Mond, hat das meist eine andere Bedeutung als wenn eine Frau vom Mond träumt.

Bei der Deutung von Mondträumen sollte man auch die äußeren Einflüsse berücksichtigen. Viele Menschen schlafen und träumen während des Vollmondes anders als sonst, einige besser, andere schlechter. Steht der Vollmond am Firmament, kann das durchaus Mondträume auslösen, wenn man generell etwas empfindlich auf die Mondphasen reagiert.

In diesem Fall ist die Bedeutung des Mondes im Traum wohl eher zu vernachlässigen, denn er erscheint einfach als ein externer Faktor, der die Träume beeinflusst und weniger als wichtiges Traumsymbol mit einer besonderen Botschaft.

Allgemeine Bedeutung des Mondes im Traum

In quasi allen Kulturen weltweit wird der Mond mit der Weiblichkeit verbunden, sodass er stets Aspekte der archetypischen Anima verkörpert. Generell steht der Mond also für das emotionale, weibliche Selbst. Gemeint sind damit bei Frauen besonders ausgeprägte Eigenschaften und Emotionen wie Liebe, Romantik, Intuition, Gefühlsreichtum oder Sehnsucht.

Der Mond hat auch immer etwas Geheimnisvolles, Mystisches. Er ist ein leuchtender Punkt am Himmel, umgeben von der Dunkelheit der Nacht. Somit steht er auch für Rätselhaftigkeit, aber ebenso für Erkenntnis. Das Nichts umgibt ihn, doch er selbst ist ein heller Punkt, ein Lichtblick. In diesem Sinne steht er je nach Kontext auch für Hoffnung oder Orientierung in einer schweren Lebensphase.

Bei der individuellen Traumdeutung muss man stets auch seine eigene Einstellung zum Mond mit einbeziehen. Gehört man zu denjenigen, die größere Einflüsse der Mondphasen auf die eigene Psyche spüren? Hat man vielleicht Angst im Dunklen und fürchtet die Nacht, sodass der Mond ein Symbol dieser Angst ist? Oder gehört man zu den Menschen, die den Mond lieben und sich an ihm nicht sattsehen können? Im Folgenden haben wir die häufigsten allgemeinen Bedeutungen des Mondes zusammengefasst.

Zunehmender Mond / Neumond

Neumond und zunehmender Mond sind sehr positive Traumsymbole. Als Zeichen für Licht in der Dunkelheit ist der Neumond sozusagen das Symbol für den Anfang der Erleuchtung. Diese Erleuchtung ist als eine Veränderung zu verstehen und bedeutet womöglich, dass der Träumende sich auf große Taten vorbereitet, sei es ein beruflicher Aufstieg oder eine positive mentale Veränderung.

Der zunehmende Mond zeigt, dass diese Veränderung fortschreitet, dass sie wächst und die Seele des Träumenden immer mehr erstrahlt. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn der Mond eine sehr ungewöhnliche Farbe hat. Einen rot leuchtenden Mond zum Beispiel nennt man gemeinhin Blutmond. Der zunehmende Blutmond hat eine warnende Funktion und soll den Träumenden darauf hinweisen, dass er mit seinem Vorhaben irregeleitet wird oder dabei ist, etwas Negatives heraufzubeschwören.

Vollmond

Der Vollmond ist ein Symbol des Glücks. Wenn man von einem Vollmond träumt, befindet man sich in einem Zustand der Vollkommenheit oder strebt diesen an. Als rundes Objekt ist der Vollmond vollkommen, er hat weder Anfang noch Ende und sein Mittelpunkt – symbolisch für die innere Mitte des Träumenden – ist von allen Randpunkten exakt gleich weit entfernt.

Träume vom Vollmond können aber auch warnende Funktion haben. Die Perfektion des leuchtenden Himmelskörpers ist oftmals als Warnung zu verstehen, den derzeitigen Zustand nicht aufs Spiel zu setzen und nicht noch mehr zu wollen. Wer versucht, das Perfekte noch perfekter zu machen, ist schließlich zum Scheitern verurteilt.

Abnehmender Mond

Nimmt der Mond im Traum ab, verliert er etwas von seinem Glanz. Etwas geht verloren, sei es eine Beziehung zu einer anderen Person oder eine erfolgreiche Lebensphase. Hierbei handelt es sich erneut um einen Warntraum, der jedoch im Vergleich zu anderen Träumen, die Misserfolge ankündigen, nicht sehr schlimm ist.

Wie wir wissen, verlaufen die Phasen des Mondes periodisch: Auf einen abnehmenden Mond folgt immer wieder der zunehmende Mond. Der prophezeite Verlust ist demnach möglicherweise schmerzhaft, doch gibt es die Gewissheit, dass man persönlich nicht daran zerbrechen und es wieder bessere Zeiten geben wird.

In diesem Sinne sind Träume vom abnehmenden Mond auch so etwas wie präkognitive Träume. Der Träumende nimmt unbewusst wahr, dass es eine Trennung oder eine Niederlage geben wird, hat aber die Möglichkeit, in sich zu gehen und herauszufinden, was möglicherweise geschehen könnte. Anschließend hat er natürlich die Möglichkeit, sich auf das Ereignis vorzubereiten, es zu akzeptieren oder idealerweise sogar abzuwehren.

Wenn Frauen vom Mond träumen…

In Frauenträumen steht der Mond meist für den Einklang der Frau mit ihrer Weiblichkeit. Diese ist entweder gegeben, die Frau also mit ihrer femininen Seite im Reinen, oder der Traum ist als Aufforderung zu verstehen, eben diese Seite zu akzeptieren und nicht zu vernachlässigen. Oft stehen diese Träume auch in Verbindung mit der weiblichen Periode, sodass die Träume auf den Verlauf des Zyklus hinweisen können.

Treten Mondträume bei reiferen Frauen auf, ist es gut möglich, dass sie in Zusammenhang mit den Wechseljahren stehen, vor allem dann, wenn es sich um Träume von abnehmenden Monden handelt. In einem aufgehenden Mond hingegen kann sich auch ein Kinderwunsch verbildlichen.

Wenn Männer vom Mond träumen…

Auch bei Männern steht der Mond für die weiblichen Persönlichkeitsanteile. Von zentraler Bedeutung sind hier Aspekte wie die weibliche Intuition. Im Großteil aller männlichen Mondträume verbirgt sich die Aufforderung, Dinge etwas weniger rational anzugehen und mehr auf die eigene Intuition zu vertrauen. Der Mann sollte sich mehr auf sein Gefühl verlassen und nicht zu verkopft agieren.

Andererseits können Mondträume bei Männern auch auf eine Angst vor Frauen hindeuten. Vielleicht fürchtet sich der Träumende tatsächlich vor Frauen oder hat Schwierigkeiten im Umgang mit ihnen. Der Vollmond steht für die größtmögliche Weiblichkeit und in diesem Sinne oftmals auch für die eigene Mutter. Womöglich zeigt sich in dem Traum ein gestörtes Verhältnis zu dieser.

Träume vom Mond in anderen Kulturen

Auch in anderen Kulturkreisen ist das Traumsymbol Mond überwiegend positiver Natur. In der arabischen Traumdeutung wird der Mond als Symbol des zweitmächtigsten Mannes (nach dem Kaiser) angesehen. Scheint er auf das Haus des Träumers, kündigt dies positive Nachrichten an, vor allem in Liebesangelegenheiten.

Der Vollmond steht für vollkommenes Glück und gibt Anlass zur Hoffnung, eine neue Liebe zu finden. Der Halbmond hingegen zeugt vom Gegenteil und steht für Beziehungsprobleme. Als aufgehender Mond deutet er auf eine positive Entwicklung hin. Ähnlich wie in der christlich-westlichen Traumdeutung bedeutet der rote Blutmond auch in der arabischen und persischen Kultur, dass Gefahren lauern und Verluste zu befürchten sind.

Gleiches gilt auch für die indische Traumdeutung. Erscheint der Mond gemeinsam mit der Sonne am Himmel, handelt es sich um eine Aufforderung, guten Menschen seine Dankbarkeit zu zeigen. Der Halbmond weist auf den Tod eines wichtigen Menschen hin. Ein abnehmender Mond steht für Trauer, ein zunehmender hingegen für eine baldige Eheschließung.

Psychologisches / Gesellschaftliches

Seit Anbeginn der Zeit hat der Mond die Menschen fasziniert, was nur logisch ist, da er bei klarem Himmel problemlos mit dem bloßen Auge gesehen werden kann – ein Phänomen, das sonst nur bei der Sonne zu beobachten war. In der Antike wurden ihm heilige bzw. göttliche Eigenschaften zugesprochen.

Die Menschen nutzten den Mond auch stets zur Einteilung der Zeit, nicht selten markierte der Mond den Monatsanfang. Es wurde ebenso davon ausgegangen, dass der Mond direkten Einfluss auf die Menschen ausübt, insbesondere auf Frauen, deren Menstruationszyklus in etwa genau so lang ist wie ein Mondzyklus. Die hormonell bedingten Stimmungsschwankungen wurden dementsprechend in Zusammenhang mit dem Mond gesetzt, was den Einfluss des Mondes auf die Menschen argumentativ belegte.

Bis heute ist es noch nicht endgültig geklärt, ob und warum genau der Mond die menschliche Psyche beeinflusst. Obwohl es keine verlässlichen Erkenntnisse über die Mond-Mensch-Korrelation gibt, lässt es sich nun mal nicht abstreiten, dass viele Menschen Veränderungen ihrer Träume und ihres Schlafverhaltens bemerken, wenn der Mond eine bestimmte Position am Firmament einnimmt. Gerade bei Vollmond klagen viele Menschen über schlechten Schlaf und wilde Träume.

Aber der Mond hat auch immer schon etwas Romantisches gehabt. Als einzige „Lichtquelle“ (der Mond leuchtet nicht, er reflektiert nur das Licht der Sonne) in der Nacht ist er wunderschön anzusehen und besonders bei romantisch veranlagten Menschen sehr beliebt, man denke nur an das romantische Abendessen bei Mondschein. Auch das Bild des einsamen Wolfes, der nachts den Mond anheult wird überwiegend romantisch angesehen.

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