Träume von Unfähigkeit


Traumdeutung Unfähigkeit

In den meisten Fällen ist Stress der Grund für Träume, in denen man unfähig ist, etwas zu tun.

Unfähig zu sein oder etwas einfach nicht zu können ist Bestandteil vieler Träume, meistens handelt es sich dabei um Albträume. Meist geht es um elementare Sachen, die im Traum schlichtweg unmöglich erscheinen. Ein typischer Traum von Unfähigkeit ist einer, in dem man nicht schreien kann. Der Träumende befindet sich in einer Situation, in der er schreien möchte, um jemanden zu warnen, um Hilfe zu rufen oder um jemandem lauthals die Meinung zu sagen, doch die Kehle ist wie zugeschnürt und aller Bemühungen zum Trotz kommt kein Laut über die Lippen.

Ein anderer typischer Unfähigkeitstraum handelt davon, seine Arbeit nicht fertig zu bekommen. Der Träumende arbeitet so hart er kann, doch es kommt immer etwas nach, so dass er nie fertig wird. Oder er ist kurz vor dem Ziel, doch der letzte Handgriff will einfach nicht gelingen. In einem weiteren Traum dieser Art kann der Träumende vielleicht nicht telefonieren, obwohl er ein Telefon in der Hand hat. Er schafft es nicht, die Telefonnummer zu wählen, weil die Tasten nicht reagieren oder ihn ein Schatten am Wählen hindert.

Was verursacht Träume vom unfähig sein?

Träume die davon handeln, unfähig zu sein, treten häufig in Stresssituationen auf. Dabei kann es sich um akuten Stress handeln, wie den vor einer wichtigen Prüfung. Es kann aber auch rein mentaler Stress sein, wie er oftmals durch Verarbeitungsträume ausgelöst wird. Auslöser solcher Träume ist üblicherweise ein Verarbeitungsprozess.

Etwas, was lange Zeit zurück liegt, steigt wieder ins Bewusstsein hervor. Das Gehirn beschäftigt sich mit der Angelegenheit und arbeitet alles noch einmal auf, um es endgültig verarbeiten und die anhaftenden negativen Gefühle bekämpfen zu können. Das innere Gleichgewicht soll wieder hergestellt werden. Um diesen Gedanken zu verdeutlichen, betrachten wir den Traum von Anja (fiktiv).

Beispiel: Anja kann im Traum nicht schreien

Anja hat als Kind von ihren Eltern eine Behandlung erfahren, die sie auf emotionaler Ebene zutiefst verletzt hat. Der bewusste Groll auf die Eltern mag im Laufe der Zeit verschwunden sein, doch irgendwann kehren alle verdrängten Erinnerungen wieder zurück. So erinnert sich auch Anja, die mittlerweile ein ganz normales Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrem Vater hat, an das, was damals geschehen ist.

Das Unterbewusstsein spült nicht nur die Erinnerungen an das Geschehene, sondern auch die damit zusammenhängenden negativen Gefühle wieder hervor. Anjas Erlebnis hat sie stark beeinflusst, doch langsam aber sicher versteht sie, warum es so geschehen ist und sieht ein, dass alles gar nicht so gemeint war oder ihre Eltern schlichtweg nicht wussten, was sie eigentlich angerichtet haben.

Die nicht ausgesprochenen Vorwürfe haben sich in Annas Persönlichkeit eingenistet, aber die langsame Erkenntnis der wahren Wesenheit des Erlebten führt dazu, dass sie anfangen kann, alles zu verarbeiten. Dabei treffen zwei Arten von Wut aufeinander. Eine ist die unverdaute Wut auf ihre Eltern, die Anja noch in sich trägt. Die andere Wut ist die auf sich selbst. Es macht sie wütend, dass sie damals nicht anders reagiert und alles so intensiv an sich ran gelassen hat.

Es ist beinahe schon eine logische Konsequenz aus allem, dass Anja das Gefühl bekommt, laut Herumzuschreien. Die Wut muss rausgelassen werden, da sie die innere Ruhe mehr als nur etwas stört. Diese Wut entlädt sich im Traum. Sie will ihre Eltern anschreien und die verinnerlichten Vorwürfe ins Gesicht brüllen, doch sie kann es nicht.

Im Traum ist sie fest entschlossen, sie weiß genau was sie aus sich herausschreien möchte, aber kein Ton verlässt ihren Mund. Etwas hindert sie daran, wahrscheinlich ist es die Einsicht, dass die Vorwürfe unberechtigt und falsch waren. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Anja diesen Traum nicht nur einmal hat.

Auch wenn es nicht angenehm ist, von diesen wiederkehrenden Albträumen heimgesucht zu werden, so zeigt sich darin doch, dass Anja sich in einem aktiven Verarbeitungsprozess befindet. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass die Albträume von selbst wieder verschwinden, wenn der Verarbeitungsprozess abgeschlossen ist.

Träume von Unfähigkeit haben viele Ursachen

Natürlich ist ein Unfähigkeitstraum nicht immer auf ein Trauma zurückzuführen. Oftmals sind es auch eigentlich ziemlich harmlose Erfahrungen. Der Hauptauslöser solcher Träume ist und bleibt Stress. Das beste Beispiel ist Prüfungsstress.

Beispielsweise treten Träume von Prüfungsversagen bei Schülern besonders häufig vor tatsächlichen Prüfungen und vor allem vor den Abschlussprüfungen auf. Begründet sind sie in der eigenen Nervosität. Die meisten Schüler haben im Vorfeld Angst vor einem Blackout oder sind davon überzeugt, zu wenig gelernt zu haben und befürchten, die Prüfung nicht in der vorgegebenen Zeit absolvieren zu können.

Ähnliches gilt für Stress im Beruf. Wenn die Arbeit trotz aller Mühen eher mehr als weniger wird, bedeutet das Dauerstress, welcher sich oftmals in Form von Träumen zeigt, in denen man unfähig ist, seine Arbeit fertig zu stellen.

Tief in der Psyche verankerte Angst ist ein weiterer Katalysator für Unfähigkeitsträume. Wenn Jemand zum Beispiel panische Angst davor hat, vor einer Gruppe von Menschen eine Rede zu halten, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er in seinen Träumen öfters sprachlos ist, sollte ein Ereignis bevorstehen, in dessen Rahmen er eine solche Rede halten muss.

Träume von Unfähigkeit deuten

Träume vom unfähig sein sind für Traumdeuter recht dankbare Träume, da es in vielen Fällen möglich ist, die Trauminhalte direkt auf Elemente der Wachwelt zu beziehen. Ist es nicht möglich, diese direkte Verbindung zu erkennen, kann die Deutung von Unfähigkeitsträumen jedoch durchaus komplex sein. Das ist meist dann der Fall, wenn wie in Anjas Situation kein konkreter Auslöser vorhanden ist. Anjas Träume haben ohne besonderen Anlass angefangen. Die Ursache musste sie erst herausfinden.

Bei der Deutung von Unfähigkeitsträumen kommt es stets auf die individuelle Lebenssituation an, in der die Träume auftreten. Zunächst gilt es zu prüfen, inwieweit der Traum mit dieser zusammenhängt. Folgende Fragen sind hierbei besonders wichtig:

  • Wozu bin ich im Traum unfähig?
  • Muss ich so etwas demnächst wirklich tun? (Reden, Ziel erreichen, Arbeit beenden)
  • Sind im Traum bestimmte Personen anwesend?
  • Bin ich im Traum nur an bestimmten Orten zu etwas unfähig?
  • Erinnert mich der Traum an etwas aus der Vergangenheit?
  • Was genau macht mir gerade Angst bzw. verursacht Stress?

Die Beantwortung dieser Fragen führt bereits recht nahe an die Ursache der Träume und natürlich auch an deren Bedeutung. Vor allen Dingen ist es wichtig, ergebnisoffen an die Fragen heranzugehen, selbst wenn das bedeutet, sich Schwächen eingestehen zu müssen. Nur wer dazu fähig ist, kann an diesen arbeiten.

Traumsymbole und Bedeutung von Unfähigkeit in Träumen

Im Traum kann man zu vielem unfähig sein und es gibt wie immer keine pauschalen Antworten auf die Frage, was ein bestimmter Traum bedeutet. Dafür ist die Traumdeutung viel zu individuell. Allerdings gibt es bei den Deutungen bestimmter Traumsymbole immer eine Schnittmenge von Bedeutungen, die besonders häufig erkannt werden.

Nicht atmen können

Im Traum nicht atmen zu können löst immer ein Gefühl der Panik aus. Wer im Traum keine Luft mehr bekommt, ist wahrscheinlich in einer Situation, in der er das Gefühl hat, von irgendetwas erdrückt zu werden. Vielleicht ist es das Gefühl, einer Aufgabe nicht gewachsen oder von einer anderen Last überfordert zu sein.

Ist man im Traum unfähig zu atmen, sollte man hinterfragen, warum einem sprichwörtlich die Luft weg bleibt. Weitere Deutungsmöglichkeiten liefert unser Artikel zum Thema Albträume vom Tod durch Ersticken deuten.

Nicht aufstehen können

Im Traum nicht aufstehen könnenBei der Deutung von Träumen, in denen man unfähig ist aufzustehen, kommt es darauf an, ob man im Traum liegt oder sitzt. Aufstehen hat immer etwas mit Tatkraft zu tun, denn die wenigsten Menschen stehen nur auf, um auf der Stelle zu stehen. Dem sitzenden Menschen fällt das Aufstehen meist leichter als dem liegenden, was allein daran liegt, dass die Füße bereits auf dem Boden stehen, was beim Liegenden nicht der Fall ist.

Wer aufstehen möchte und es nicht kann, hat wahrscheinlich ein Problem mit seiner Lebensenergie. Es zeigt sich darin eine Angst vor der eigenen Leistungsfähigkeit. Grundlegend ist der Wille zum Aufstehen ja da, doch es gibt eine unsichtbare Kraft, die nicht zulässt, dass man sich tatsächlich auf den Weg macht. Solche Träume können durchaus erste Indikatoren für eine aufkommende Depression sein.

Nicht Aufwachen können

Manchmal wird man sich seiner Träume bewusst und möchte aus irgendeinem Grund aufwachen und kann es nicht. Oder man schläft im Traum und träumt, nicht erwachen zu können. In beiden Fällen ist man in einer Situation der Hilflosigkeit gefangen, denn das eigene Bewusstsein verbietet sich sozusagen selbst, auf sich zu hören. Dem „bewusst produzierten“ Willen aufzuwachen, folgt keine entsprechende Handlung.

Häufig weisen Träume, in denen man nicht aufwachen kann, auf äußere Einflüsse hin, die man eliminieren möchte oder die eine große Belastung darstellen. Vielleicht liegt die Ursache dieser Träume darin, zu sehr unter Stress zu stehen und keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann, beispielsweise im Beruf. Die Unfähigkeit aufzuwachen kann aber auch ein Symptom psychischer Probleme sein.

Im Traum treffen Unterbewusstsein und Bewusstsein aufeinander. Wenn man träumt, nicht aufwachen zu können, kann das darauf hinweisen, dass man sich sozusagen selbst einschläfert. Vielleicht sind es Minderwertigkeitskomplexe oder tief verwurzelte Ängste, die einen daran hindern, aufwachen zu können. Der Träumende sollte hinterfragen, warum er eigentlich Dinge nicht macht, die er gerne machen würde und was es ist, was ihn davon abhält. Wenn man aus seinem eigenen Geisteszustand nicht aufwachen kann, ist möglicherweise psychologische Hilfe notwendig.

Nicht bremsen / anhalten können

Traumdeutung nicht anhalten könnenWer im Traum schnell unterwegs ist, entweder rennend oder mit dem Fahrrad oder Auto, kann in die Situation kommen, nicht bremsen oder anhalten zu können. Die Bedeutung derartiger Träume liegt in der anhaltenden Bewegung. Der Träumende fühlt sich rastlos und getrieben, er kommt nicht zur Ruhe, obgleich er gerne möchte.

Ihm fehlt die Kontrolle, wahrscheinlich befindet er sich in einer Situation, in der etwas geschieht, was unaufhaltsam scheint und was er nicht beeinflussen kann. Im Traum nicht anhalten zu können ist ein klassischer Traum, der durch Stress verursacht wird. Der Träumende sollte darüber nachdenken, wer oder was ihn so treibt und welche Möglichkeiten es gibt, den Anker zu werfen und zur Ruhe zu kommen.

Nicht essen können

Im Traum nicht essen zu können ist ein Zeichen für innere Unausgeglichenheit. Essen hat immer etwas mit Genuss und der Aufnahme von etwas zu tun. In der Traumdeutung steht das Essen meist mit persönlichen Gefühlen in Verbindung.

Die Unfähigkeit zu essen deutet darauf hin, dass der Träumende bestimmte Emotionen nicht zulassen kann bzw. sich vor ihnen verschließt. Weitere Deutungshilfen liefert unser Artikel zum Thema Träume von Nahrung und Lebensmitteln deuten.

Nicht fertig werden können

Die Unfähigkeit, seine Arbeit fertig zu stellen, ist in der Traumdeutung ein Zeichen für Stress und Überforderung. Wahrscheinlich lastet ein zu großer Erwartungsdruck auf dem Träumenden, der entweder von außen oder von sich selbst ausgeübt wird. Häufig treten Träume, in denen man mit etwas nicht fertig wird in Phasen auf, in denen man tatsächlich sehr viel zu tun hat.

Wenn man in der Wachwelt ständig etwas macht, es aber so aussieht, als würde es trotzdem immer mehr werden, was zu tun ist, überträgt sich das auf das Unterbewusstsein. Gleiches gilt, wenn man z.B. kurz vor Beendigung eines Projektes steht und man bezweifelt, dass alles tatsächlich rechtzeitig fertig sein wird.

Prüfung nicht bestehen können

Anstehende Prüfungen bedeuten für die meisten Menschen Anspannung und Stress. Man bereitet sich schließlich gewissenhaft darauf vor und hat Angst vor dem Gefühl, in der Prüfung zu versagen und sie nicht zu bestehen.

Derartige Träume treten nicht nur auf, wenn man beispielsweise befürchtet, das Abitur nicht zu bestehen, sondern auch, wenn Prüfungen im metaphorischen Sinn anstehen. Solche Prüfungsträume entstehen meist aus Ängsten und Selbstzweifeln heraus. Eine ausführliche Deutungshilfe bietet unser Artikel zum Thema Albträume von Prüfungen.

Nicht rennen / gehen können

Wer im Traum unfähig ist, sich vom Fleck zu bewegen oder nur sehr, sehr langsam voran kommt, empfindet ein Gefühl der Lähmung. Der Antrieb ein Ziel zu erreichen ist vorhanden, doch irgendetwas hält den Träumenden auf. Solche Träume sind denen, in denen man nicht aufstehen kann, recht ähnlich.

In beiden Fällen handelt es sich um Albträume, in denen Lähmungserscheinungen im Mittelpunkt stehen. Was derartige Träume bedeuten können, haben wir in einem gesonderten Artikel über Albträume von Bewegungsunfähigkeit bzw. Lähmung ausgeführt.

Nicht schreien können

Unfähig zu schreienIm Beispiel weiter oben ist eine mögliche Bedeutung von Träumen, in denen man unfähig ist zu schreien, bereits erläutert. Träume, in denen man nicht schreien kann, sind meist Verarbeitungsträume, die entweder durch einen bestimmten Anlass entstehen oder während eines unbewussten Verarbeitungsprozesses auftreten.

Die Bedeutung derartiger Träume kann man herausfinden, indem man die einzelnen Traumsymbole interpretiert. Dabei kommt es darauf an, wen man anschreien möchte, wo sich die Traumhandlung abspielt und natürlich auch, was genau man herausschreien will. Ebenso kommt es darauf an, wie es sich anfühlt, nicht schreien zu können.

Nicht telefonieren können

Die Unfähigkeit zu telefonieren ist ein Traumbild aus dem Bereich der Kommunikation. In der Regel handeln solche Träume davon, dass man jemanden anrufen möchte, es aber nicht schafft, die Nummer zu wählen. Solche Träume verweisen häufig auf reale Kommunikationsprobleme. Vielleicht wird der Träumende von einem Schuldgefühl geplagt.

Möglicherweise hat er seinen Partner betrogen und traut sich nicht, es zu gestehen. Dass er im Traum die Nummer nicht wählen kann steht sinnbildlich für die reale Situation. Das Geständnis bzw. der Aufbau der Kommunikation mit dem Partner, muss von ihm ausgehen.

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