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Träume von Krieg und Waffen


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Ein Panzer ist das vielleicht deutlichste Symbol für Krieg. Auch in der Traumdeutung von Krieg und Waffen.

Nicht nur in Zeiten bewaffneter Konflikte oder richtiger Kriege befassen sich die Menschen mit Waffen und Gewalt. Die menschliche Geschichte ist von Kriegen geprägt worden, was sich auch in der heutigen Zeit fortsetzt.

Da Kriege und Waffen zu den Dingen gehören, mit denen sich die Menschen seit Anbeginn der Zeit beschäftigen, ist es nicht verwunderlich, dass auch Träume von Kriegen und Waffen keine Seltenheit sind. Träume von Kriegen und Waffen zu deuten ist nicht immer ein leichtes Unterfangen, denn sowohl ihre Bedeutung, als auch ihre Ursprünge können unterschiedlichster Natur sein.

So macht es schließlich einen großen Unterschied, ob und in welcher Position man am Krieg beteiligt ist, ob man selbst eine Waffe abfeuert, trifft oder nicht, oder ob man von einer Waffe bedroht wird. Selbstverständlich ist auch die Art der Waffe von Bedeutung, denn es ist nicht egal, ob es sich um eine Kanone, eine Pistole, ein Gewehr oder ein scharfes Messer handelt.

Träume von Krieg und Waffen deuten

Obwohl es zahlreiche unterschiedliche Bedeutungen von Kriegs- und Waffenträumen gibt, ist die einfache Grundaussage solcher Träume fast immer gleich. Ein Krieg ist immer ein Konflikt, was sich auf die Traumdeutung übertragen lässt.

Träumt man von einem Krieg, ist dieser in der Regel ein Traumsymbol für einen irgendwie gearteten Konflikt. Dabei kann es sich um einen inneren Konflikt des Träumenden handeln oder um Konflikte in dessen direktem Umfeld, beispielsweise ein Streit mit der Partnerin oder mit Arbeitskollegen.

Mithilfe von Waffen sollen die eigenen Interessen durchgesetzt werden. Ein Waffentraum handelt im Normalfall immer von Angriff oder Verteidigung, und zwar bezogen auf etwas, das man durchsetzen oder vor dem man sich schützen möchte. Viele Traumdeuter interpretieren Waffen im Traum auch häufig als Zeichen der Sexualität.

Traumsymbole und Deutung von Kriegsträumen

Wie bereits erwähnt, ist Krieg in nahezu allen Fällen ein Traumsymbol des Konflikts. Das gilt zumindest dann, wenn es sich um Kriegsträume ohne direkten Zusammenhang mit realen Kriegserfahrungen handelt. Einen Krieg zu erleben ist für die meisten Menschen ein traumatisierendes Ereignis.

Sehr viele Kriegsbeteiligte, darunter zählen an dieser Stelle sowohl Soldaten, als auch Zivilisten, haben nach einem Krieg psychische Probleme, sie entwickeln Depressionen oder leiden ihr Leben lang unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), was sich auch auf ihre Träume auswirkt. Solche Träume, die in der Regel Albträume sind, werden hier nicht weiter behandelt. Betroffene sollten sich in psychotherapeutische Behandlung begeben, um diese Kriegsträume loszuwerden und das Erlebte endgültig zu verarbeiten.

Kriegsträume ohne diesen Bezug lassen sich auf vielfältige Art und Weise deuten. Es ist bei der Traumdeutung wichtig, die gesamte Szene zu analysieren, denn der Fokus der Traumhandlung ist meist ein gutes Indiz dafür, worum es in dem Traum konkret geht. Gleiches gilt für die am Krieg teilnehmenden Einheiten wie Panzer oder militärische Flugzeuge.

Krieg

In Träumen von Krieg dreht sich alles um innere oder äußere Konflikte. Diese sind jedoch ganz spezifisch gelagert, denn im Unterschied zu anderen Konfliktsymbolen, wie Kampf oder Streit, ist ein Krieg kein spontanes Ereignis. Ein Krieg findet zwischen den Konfliktparteien nach sorgfältiger Vorbereitung statt und nicht „im Affekt“, wie eine typische Schlägerei.

Die Vorbereitung zeigt, dass ein Krieg bewusst herbeigeführt wird, um ein Problem mit Waffengewalt zu lösen, und das nach Möglichkeit ziemlich schnell. Dass Menschen, auch unbeteiligte, dabei zu Schaden kommen oder den Tod erleiden, wird billigend in Kauf genommen. In der Traumdeutung bedeutet ein Krieg daher, dass sich das Unterbewusstsein des Träumenden mit einem schon länger existierenden Problem beschäftigt, welches es schnell und aggressiv beseitigt wissen will.

Oftmals handelt es sich um rein innerpsychische Konflikte. Carl Gustav Jung entwickelte die Theorien des Kollektiven Unterbewusstseins und der archetypischen Traumsymbole. Die grundlegende Aussage dieser Theorien ist, dass jeder Mensch ein tiefes Unterbewusstsein in sich trägt, welches nicht nur individuell, sondern hauptsächlich ein gemeinsames Unterbewusstsein der gesamten Menschheit ist. Es ist wie bei der Vererbung von DNA. Die DNA eines jeden Menschen ist einzigartig. Trotzdem trägt jeder von uns darin noch genetische Informationen der ersten Menschen in sich.

Die individuelle Persönlichkeit eines Menschen ist nur eine Ausprägung des Kollektiven Unterbewusstseins. Bestimmte Charaktereigenschaften sind zwar stärker ausgeprägt als andere, jedoch befindet sich die Psyche in ihrer Gesamtheit im Gleichgewicht. Gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen, werden beispielsweise bestimmte Eigenschaften nicht wahrgenommen oder gar bewusst unterdrückt, zeigt sich das durch archetypische Traumsymbole. Als ein solches kann man auch Krieg bezeichnen, denn innerpsychisch betrachtet ist er der bewaffnete Konflikt zwischen unterschiedlichen Aspekten der ureigenen Persönlichkeit.

Wer von Krieg träumt, sollte sich Gedanken darüber machen, warum seine Seele nicht im Gleichgewicht ist. Kriege werden von den Menschen selbst verursacht, weswegen das Ungleichgewicht meistens daher rührt, dass man sich bewusst gegen einige seiner Charakterzüge zur Wehr setzt. Möglicherweise mag man sich bestimmte Verhaltensweisen nicht eingestehen oder hält sie für falsch.

Ein Beispiel kann ein sensibler Träumer in einer beruflichen Führungsposition sein, mit der er auf Dauer gesehen nicht fertig wird. Ein Traum vom Krieg könnte ihn vielleicht heimsuchen, weil er als friedliebende Person niemandem ein Haar krümmen möchte. Im Beruf muss er allerdings das genaue Gegenteil tun, beispielsweise Angestellte entlassen, was ihr Leben und das ihrer Familien möglicherweise komplett zerstört. Dieser innere Konflikt kann sich in Form eines Kriegstraums zeigen.

Träume von Krieg können aber auch rein symbolhaft für reale Konflikte stehen, die man unbedingt lösen möchte. Dabei könnte es sich um einen lang anhaltenden Streit handeln, den man, warum auch immer, einfach nicht beilegen kann, obwohl man dazu gewillt ist. Oder man hat eine bewusste Entscheidung getroffen, die man lieber nicht getroffen hätte und gerne rückgängig machen würde, was aber auch mit aller Gewalt (im Sinne von Anstrengung) nicht möglich ist.

Zerstörte Stadt

Kriegsträume müssen nicht zwingend kriegerische Handlungen beinhalten. Man kann auch von Kriegsträumen sprechen, wenn man von verwüsteten Orten träumt, die eindeutig Schauplatz eines Krieges waren, wie eine zerstörte Stadt. In einer zerstörten Stadt ist der Krieg vorüber, der Konflikt hat sich auf irgendeine Weise gelöst.

Allerdings hat der Krieg Opfer gekostet, Häuser und Gebäude liegen in Trümmern, was man in der Traumdeutung durchaus wörtlich nehmen kann. Der Krieg ist vorbei, jedoch hat er ein Trümmerfeld hinterlassen, eine trostlose Gegend voller Zerstörung.

Ähnlich wie Träume vom Tod ist ein Traum von einer zerstörten Stadt aber nicht unbedingt negativ zu bewerten. Frei nach dem Motto „Auferstanden aus Ruinen“ ist die Zerstörung nicht das Ende der Stadt, sondern kann auch als Möglichkeit des Wiederaufbaus angesehen werden.

Die Trümmer kann man als Baumaterial deuten, aus dem Neues erschaffen wird. Die restlichen Ruinen kann man wieder aufbauen oder alternativ abreißen, um auf dem Grund und Boden komplett neue Gebäude zu errichten. Träume von Ruinen einer Stadt sind demnach oft als Aufforderung zum persönlichen Neubeginn zu deuten.

Panzer

Ein Panzer ist ein schweres Militärfahrzeug mit großkalibrigen Kanonen und einer dicken Panzerung. Träumt man von Panzern als wichtiges Element eines Krieges, zeigt sich in diesem Traumsymbol für gewöhnlich ein ganz spezifischer Aspekt eines Konflikts. Die Bedeutung variiert sehr, je nachdem, ob man sich selbst in einem Panzer befindet oder von Panzern bedroht wird.

Befindet man sich selbst in einem Panzer, deutet das darauf hin, dass man sich in dem Konflikt in Sicherheit wähnt. Man versucht, diesen mit aller Gewalt (großkalibrige Geschosse) für sich zu entscheiden, während man sich gleichzeitig in einer sicheren Position befindet. Der Panzer steht hier für Selbstbewusstsein und Optimismus, mögliche Probleme schnell bewältigen zu können. Alternativ kann der Panzer aber auch die eigene Feigheit aufzeigen, da man sich in ihm versteckt.

Bezogen auf innere Konflikte kann ein Panzertraum ebenfalls bedeuten, dass man sich mit aller Macht gegen unliebsame Aspekte der Persönlichkeit wehrt und sich hinter einer dicken Panzerung versteckt. Hier zeigt sich eine extreme Form der Ablehnung, deren Grund und Objekt der Träumende eruieren sollte.

Wird man von einem Panzer bedroht, kehrt sich die Bedeutung um. Man befürchtet wortwörtlich, von einem Panzer überrollt oder von einem mächtigen Geschoss weggeblasen zu werden. Der Panzer deutet hier darauf hin, dass man befürchtet, in einem Konflikt einem übermächtigen Gegner zu unterliegen.

Ähnlich ist es im innerpsychischen Zusammenhang. Der „psychische Panzer“ steht in solchen Träumen in der Regel für große Angst vor sich selbst. Bestimmte Aspekte der eigenen Persönlichkeit begehren auf, wahrscheinlich hat der Träumende Angst davor, sich diese einzugestehen. Solche Träume können als Warnsignale gedeutet werden.

Besondere Beachtung sollte man Panzerträumen zukommen lassen, wenn sie sich als äußerst intensiv, wiederholend und in Verbindung mit weiteren Traumsymbolen der Gewalt auftreten. Möglicherweise handelt es sich hierbei um die Angst davor, niederen Trieben nachzugeben. Gemeint sind Triebe, die gesamtgesellschaftlich geächtet sind, wie der Drang zu töten, zu vergewaltigen oder pädophile Neigungen auszuleben. Könnte ein Panzertraum durch so etwas ausgelöst werden, sollte man sich einem Psychotherapeuten anvertrauen.

Traumsymbole und Deutung von Waffen in Träumen

Waffen sind Traumsymbole der Aggression, aber auch der Sexualität. Waffenträume werden oft als kompensatorische Träume gedeutet. Träumt man von Waffen, lässt das auf Wunsch nach Verletzung anderer schließen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man tatsächlich die Waffe auf jemanden richten möchte, sondern vielmehr, dass man sich seiner empfundenen Aggression bewusst ist.

Die Gewalt wird in Träumen ausgelebt und nicht im richtigen Leben. In diesem Sinne zeugen Waffenträume von einem gesunden Selbstbild und einem selbstbewussten Umgang mit Aggressionen.

Neben der Aggressionsverarbeitung sind viele Träume von Waffen auch sexueller Natur. Die Analogie liegt, wenn man an Sigmund Freud denkt, auf der Hand. Eine Waffe ist hart und mächtig, mit einem großen Knall feuert sie etwas aus ihrem Inneren in den Körper eines anderen. Mit einer Waffe in der Hand ist man Herr über Leben und Tod, man kann jemandem das Leben nehmen oder dafür sorgen, dass dessen Leben weitergeht.

Die Bedeutung von Waffenträumen hängt stark von der konkreten Waffe ab. Pistolen werden in der Traumdeutung anders gedeutet als Messer oder Scharfschützengewehre. Natürlich ist es auch wichtig, ob man selbst bewaffnet ist oder ob eine Waffe auf einen gerichtet wird.

Pistole

Die Pistole ist ein Traumsymbol, welches hauptsächlich als männlich-aggressives Symbol für Sexualität gedeutet wird. Sie symbolisiert den Animus des Träumenden. Benutzt eine Frau im Traum eine Pistole, ist sie sich wahrscheinlich ihrer typisch männlichen Persönlichkeitsanteile bewusst und weiß diese einzusetzen. Wird die Waffe dagegen auf die Träumende gerichtet, deutet das meist auf Angst vor Aggression und möglicherweise auch vor Sexualität hin.

Ähnlich verhält es sich mit Männern, die von Pistolen träumen. Als Symbol für den Animus deutet das Schießen mit einer Waffe darauf hin, dass man sich seiner Stärke bewusst ist. Vor dem Lauf einer Waffe zu sein, zeugt hier ebenfalls von Angst vor Aggression oder Sexualität.

Man kann Träume von Pistolen aber auch als Aufforderung verstehen, seine maskulinen Charaktereigenschaften zu fördern. Unabhängig vom Geschlecht des Träumenden kann ein Pistolentraum demnach bedeuten, dass man eine problematische Situation selbstbewusst und mit Aggressionen (hier im Sinne von Unnachgiebigkeit oder Nachdruck) angehen sollte.

Gewehr

Die Bedeutung von Gewehren in Träumen unterscheidet sich nicht besonders von der des Traumsymbols Pistole. Ein Gewehr ist vom Grundprinzip her auch nur eine große Pistole mit größerer Reichweite und in der Regel auch mit mehr Feuerkraft. Was diesen Symbolen gemein ist, ist der Zusammenhang mit männlicher Aggression und Sexualität.

Der wichtige Unterschied ist, dass es sich bei einer Pistole um eine Waffe für verhältnismäßig kurze Distanzen handelt, wohingegen ein Gewehr darauf ausgelegt ist, Ziele in größerer Entfernung zu treffen. Überträgt man den Verwendungszweck auf die Traumdeutung, ergibt sich daraus, dass sich der Träumende seiner Aggression und Sexualität zwar bewusst ist, sich jedoch weiter davon distanziert, je größer die geträumte Schusswaffe ist.

Die Größe bzw. auch die Durchschlagskraft einer geträumten Feuerwaffe lässt somit Schlüsse auf die Akzeptanz von männlichen Charaktereigenschaften seitens des Träumenden zu.

Scharfschützengewehr

Das Scharfschützengewehr gehört zwar auch in die Kategorie der Gewehre und steht daher ebenfalls für den Animus, jedoch gibt es bei diesem Traumsymbol durchaus Besonderheiten. So kann man mit dem Zielfernrohr weit entfernte Ziele ins Visier nehmen. Um das Ziel zu treffen ist eine ruhige Atmung und volle Konzentration nötig.

Es geht in diesen Träumen weniger um Aggression und Sexualität, sondern mehr darum, ein bestimmtes Ziel in großer Distanz zu fokussieren, mit dem Wissen, dass eine einzige kleine Handlung ausreicht, um ins Schwarze zu treffen und sein Ziel zu erreichen.

Ein weiteres Charakteristikum von Träumen von einem Scharfschützengewehr ist die Konzentration auf den eigentlichen Schuss. Drückt man während des Traums nicht ab, deutet das darauf hin, dass man sein Ziel zwar klar vor Augen hat, jedoch empfindet man vielleicht Angst davor, es zu überstürzen und sein Ziel doch noch zu verfehlen. Betätigt man den Abzug, kommt es darauf an, ob man trifft oder nicht. Trifft man sein Ziel, zeugt das von großem Selbstbewusstsein und Optimismus. Verfehlt man es, fürchtet man zwar einen Fehlschlag, ist aber immerhin bereit, es ernsthaft zu versuchen.

Kommt es dagegen vor, dass man einen sicheren Treffer landen würde, die Kugel aber das Ziel nicht erreicht oder wie von einer unsichtbaren Kraft abgelenkt wird, kennt man sein Ziel und weiß auch, wie man es erreicht. Hier sollte man darüber nachdenken, wer oder was einen daran hindert, denn höchstwahrscheinlich ist es ein Einfluss von außen, der die Selbstentfaltung behindert.

Kanone

Kanonen sind Waffen mit schlechter Zielgenauigkeit, die durch ihre martialische Erscheinung und rohe Gewalt geprägt sind. Eine Kanone verschießt eine dicke Kanonenkugel aus einem massiven Rohr, wenn die Lunte abgebrannt ist und das Schießpulver explodiert. Dabei erzeugt der Schuss einen gewaltigen Rückstoß, einen sehr lauten Knall und jede Menge Rauch, durch den es zunächst schwierig ist zu sehen, ob man das Ziel getroffen hat. Eine Präzisionswaffe ist eine Kanone mit Sicherheit nicht.

Träume von Kanonen deuten zumeist auf unkontrollierte und zerstörerische Aggressionen hin. In der Geschichte kam es nicht selten vor, dass Kanonen explodierten, statt die Kugel zu verschießen. Somit waren sie auf beiden Seiten gefürchtet, sowohl auf Seiten des Schützen, als auch des Ziels. Kanonenträume sind daher oftmals warnende Träume, die den Träumenden darauf aufmerksam machen sollen, dass er sich durch seine Aggressionen selbst Schaden zufügen könnte. Die Kanone steht hier für selbstzerstörendes Verhalten und mangelnde Impulskontrolle.

Messer, Schwerter, Klingenwaffen

Messer, Schwerter und andere Klingenwaffen sind wie alle Waffen Traumsymbole des Animus. Eine Sonderrolle spielt dabei das Schwert, denn Schwerter werden gleichermaßen häufig sexuell oder religiös gedeutet. Die Sexuelle Deutung rührt daher, dass man Schwerter im Kampf benutzt, mit dem Ziel, dessen Spitze in den Kontrahenten zu bohren. Dass man ein Schwert in einer Scheide aufbewahrt, verdeutlicht die sexuelle Deutungsmöglichkeit noch einmal.

Nicht jeder Mensch durfte früher Schwerter tragen. Sie waren Waffen von Königen und Rittern, edlen Herrschaften, die ihre Machtansprüche gerne mit Gott und ihrem Glauben begründeten. Hier kommt die religiöse Deutungsmöglichkeit ins Spiel, zumal das klassische Schwert die Form eines Kreuzes hat. Träume von Schwertern sind häufig ermutigend, da sich in ihnen Komponenten des Glaubens (an etwas, nicht unbedingt Gott) mit Elementen des edlen Ritters vereinen. Sie zeigen an, dass der Träumende seine Lebensträume weiter verfolgen soll und es sich lohnt, für eine gute und gerechte Sache zu kämpfen.

Messer haben auch eine sexuelle Bedeutung, denn schließlich handelt es sich wie beim Schwert um eine Stichwaffe. Allerdings hat das Traumsymbol Messer in der Traumdeutung noch eine heilende Komponente. Man kann Messer dafür benutzen, etwas herauszuschneiden, beispielsweise ein verfaultes Stück Fleisch oder eine Wunde, welche sich entzündet hat. Mit dem Messer kann man diese „Schandflecken“ herausoperieren und sich sinnbildlich von etwas Negativem befreien. Sich ins eigene Fleisch zu schneiden, ist demnach keineswegs ein eindeutiges Anzeichen für den Wunsch, sich selbst zu verletzen, sondern eher für das Gegenteil.

Gesellschaftliches / Psychologisches

Waffen und Kriege sind so alt wie die Menschheit. Schon die ersten Menschen gaben sich alle Mühe herauszufinden, wie Sie sich und ihr Revier am besten verteidigen konnten. Neben der Verwendung von Waffen für die Jagd wurde mit der Zeit auch ihr Einsatz gegen andere Menschen immer wichtiger.

Je größer die menschlichen Siedlungen wurden, umso mehr stieg auch das Risiko größerer Konflikte, sowohl innerhalb der eigenen Siedlung, als auch mit denen in der näheren Umgebung. Bis die Menschen nach dem Ersten Weltkrieg erkannten, welche Ausmaße Kriege annehmen können und dass die eingesetzten Technologien so weit fortgeschritten sind, dass es durchaus möglich wäre, damit die gesamte Menschheit auszulöschen, war Krieg ein probates Mittel der Politik.

Wollte ein Land sein Gebiet vergrößern, war es vollkommen legitim, mit Waffengewalt in ein anderes Land einzufallen. Auch das grausame Abschlachten von Widerstand leistenden Zivilpersonen war bis vor nicht allzu langer Zeit Gang und Gäbe. Offiziell geächtet wurden solche Taten erst mit der Gründung der Vereinten Nationen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Bis dahin waren Kriege steter Begleiter der Menschheit, weswegen es nicht verwunderlich ist, dass Träume vom Krieg ziemlich häufig sind und in der Traumdeutung für genau das stehen, was jedem Krieg voran geht, nämlich ein Konflikt. Da Kriege bekanntermaßen mit Waffen ausgefochten werden, gehören sie schon rein logisch auch zu den vermehrt vorkommenden Traumsymbolen, die einerseits Konflikte aufzeigen, andererseits aber, aufgrund ihrer Funktionsweisen, auch für Sexualität stehen.

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