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Traumsymbol Turm

Traumsymbol TurnTürme sind sehr auffällige Bauwerke. Sie sind meist recht schmal, dafür jedoch sehr hoch. So sind sie von weitem zu sehen und wer auf einem Turm steht, hat eine sehr weite Sicht. Seit jeher wurden Türme vor allem zu Verteidigungszwecken gebaut, denn von der Spitze aus konnte man nahende Feinde frühzeitig erkennen und Verteidigungsmaßnahmen einleiten. Ein anderer Zweck von Türmen war schon immer, als von weitem wahrnehmbares Symbol und Orientierungspunkt zu dienen.

Man denke an den Kirchturm, den man meistens vom ganzen Ort aus sehen konnte. Wenn die Kirchturmglocken läuteten, wusste ein jeder sofort, in welche Richtung er gehen musste, um dem Gottesdienst beiwohnen zu können. Auch Kommunikation wird oftmals mit dem Turm verbunden, denn mithilfe von Signalfeuern konnte man schon in der Antike Signale von Turm zu Turm übermitteln. Diese Form der Kommunikation war bedeutend schneller als etwa einen Boten zu senden.

Der Turm ist nicht nur als Gebäude sehr wichtig, sondern auch als Traumsymbol. Im Traum symbolisiert der Turm das innere Selbst, kann aber auch für Gefahr, Herausforderungen oder Sexualität stehen.

Träume von Türmen deuten

Um die Bedeutung eines Turmes im Traum herauszufinden, müssen diverse Aspekte beachtet werden. Es ist stets wichtig, den Traumkontext zu beachten, denn dieser kann wichtige Hinweise auf die Bedeutung des Turmes liefern. Meist sind Träume von Türmen unwichtig, wenn man gerade ein Turmerlebnis hatte.

Ein solches Erlebnis kann sein, dass der Träumende vor dem Zubettgehen noch eine Dokumentation über Türme oder Turmbau gesehen hat. Wenn der Träumende vor kurzem selbst einen Turm betreten hat oder eine Reise zu einem bekannten Turm ansteht, kann das ebenfalls Auslöser eines Turmtraums sein.

Ist so ein direkter Bezug zwischen Traum und Wachwelt nicht gegeben, lohnt es sich, sich den Traum genauer anzuschauen. Dabei kommt es einmal auf die Erscheinung des Turms an. Ein Kirchturm deutet eher auf positive Aspekte wie Weisheit oder Weitsicht hin. Ein militärisch aussehender Turm verweist eher auf Schutz und Verteidigungsmechanismen. Besonders wichtig ist auch die Interaktion mit dem Turm, also ob er betreten oder bestiegen werden kann.

Der Turm als Symbol der Selbsterkenntnis

Träume und Traumsymbole haben ihren Ursprung im Unterbewusstsein. Charaktereigenschaften, Persönlichkeitsmerkmale oder auch Gefühle sind als einfache Objekte nicht darstellbar. So gibt es beispielsweise keinen Gegenstand, der eindeutig für Angst steht. In der Traumdeutung untersucht man daher zunächst, welche Assoziationen dem Traumsymbol anhaften. Der Turm wird hier oftmals als standhaftes Symbol des gesamten Unterbewussten gedeutet.

Das Unterbewusstsein ragt in Form eines Verteidigungsgebäudes in den Himmel. In ihm befinden sich die persönlichen Wesenszüge, Erinnerungen und Emotionen des Träumenden. Indem der Träumende den Turm betritt, tritt er mit seinem inneren Selbst in Kontakt. Er ist bereit, es zu erforschen.

In diesem Sinne ist es natürlich schlecht, wenn der Turm keine Tür hat. Dann besteht keine Möglichkeit des Zugangs. Aus dieser Symbolik folgt, dass der Träumende entweder nicht dazu fähig, oder noch nicht dazu bereit ist, sein Unterbewusstsein zu erforschen. Ähnlich verhält es sich mit einem Turm mit einer verbarrikadierten Tür. Das zeigt, dass zwar eine Zutrittsmöglichkeit besteht, doch ist der Träumende noch nicht so weit, sich derart zu öffnen.

Ebenfalls wichtig sind die Fenster. Ein Turm ohne Fenster ist kein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass der Träumende weder von innen nach außen noch umgekehrt sehen kann. Das schränkt seine Erkenntnismöglichkeiten drastisch ein, denn die inneren Eigenschaften sind von den äußeren getrennt. Darüber hinaus herrscht in einem fensterlosen Turm Dunkelheit, was auf eine innere Angst vor dem eigenen Unterbewusstsein hindeutet.

Kann der Träumende den Turm betreten, ist das generell schon mal ein gutes Zeichen. Es zeigt die Fähigkeit und die Bereitschaft des Träumenden, sein Innerstes genauer zu erforschen. Verstärkt wird diese Symbolik, wenn sich der Träumende in Richtung Turmspitze aufmacht. Indem er die Treppe hinaufsteigt (oder den Fahrstuhl benutzt), begibt er sich nach oben. Er strebt nach etwas Höherem, nach Weisheit und Erkenntnis.

Von der Spitze des Turmes aus hat er gute und weite Sicht über das Umland. Er hat die Möglichkeit viel zu sehen und zu erkennen, was ihm am Fuße des Turmes noch verborgen war. Somit sind derartige Träume als positive Zeichen der Selbsterkenntnis zu deuten. Weitere Hinweise darauf, auf welche Persönlichkeitsmerkmale oder Eigenschaften sich diese Entwicklung bezieht, lassen sich mithilfe weiterer, detaillierterer Traumsymbole aufspüren. Zu berücksichtigen sind hier beispielsweise im Turm befindliche Möbel, Haushaltsgegenstände sowie die generelle Farbgebung der Einrichtung.

Türme als Zeichen für Herausforderung

Einen Turm zu erklimmen ist stets eine Herausforderung. In der Regel ist das nur über Treppen möglich, und eine Treppe in einem Turm verfügt üblicherweise über sehr viele Stufen. Wer im Traum einen hohen Turm hinaufsteigt, stellt sich in der Wachwelt vermutlich einer großen Herausforderung. Ist er in der Lage die Spitze zu erreichen, zeugt das von großer Energie und ausgeprägtem Optimismus.

Kommt der Träumende allerdings nie oben an, da die Treppe schier endlos scheint, deuten sich womöglich Zweifel an. Trotz Energie und harter Arbeit scheint es unmöglich, das Ziel zu erreichen. In der Traumdeutung wird das gerne als Symbol für Erschöpfung oder Überforderung interpretiert. Die Höhe des Turms lässt Rückschlüsse auf die Größe der Aufgabe zu. Schließlich ist der Aufstieg auf einen sehr hohen Turm entsprechend anstrengend.

Wenn der Turmtraum als Herausforderungstraum verstanden wird, ist das Ende des Aufstiegs von größerer Bedeutung. Die Turmspitze wird oftmals ambivalent gedeutet. Einerseits stellt das Erreichen einen großen Erfolg dar. Der Träumende hat sein Ziel erreicht und wird mit einer großartigen Aussicht belohnt. Auf der anderen Seite kann der Traum hier als Warntraum fungieren. Er kann vor Gefahren warnen. Ein hinterhältiger Arbeitskollege könnte dem Träumenden unbemerkt gefolgt sein, sodass es eine Leichtigkeit wäre, sich von hinten an ihn heranzuschleichen, um ihn vom Turm zu stoßen.

Generell sind Träume, in denen der Träumende von einem Turm stürzt, überwiegend negativ konnotiert. Der Sturz vom Turm kommt einem Falltraum nahe. In dieser Ausprägung symbolisiert er wahrscheinlich die Angst vorm Scheitern. Wer hoch steigt, kann tief fallen. Ein ambitioniertes Projekt kann doch noch schief gehen oder man könnte durch eine baldige Prüfung fallen.

Die erotische Bedeutung des Turms im Traum

Turm als PhallussymbolAnhänger der Traumdeutung nach Sigmund Freud deuten den Turm im Traum als Phallussymbol. Schließlich erinnert die Form eines Turms relativ offensichtlich an einen erigierten Penis. Wenn Frauen von einem Turm träumen, weist das häufig auf eine gesunde Sexualität hin. Sie ist der männlichen Sexualität gegenüber aufgeschlossen. Das wird umso deutlicher, je prächtiger der Turm ausgeprägt ist.

Anders sieht es aus, wenn eine Frau im Traum in einem Turm eingeschlossen ist. Hier ist sie im Turm und somit auch in der männlichen Sexualität gefangen. Möglicherweise hat sie damit Probleme und möchte etwas Anderes ausprobieren. So ein Traum kann von unterdrückter Homosexualität handeln.

Turmträume in anderen Kulturen

Im arabischen Kulturkreis werden Turmträume grundlegend ähnlich gedeutet. Ein hoher Turm steht auch in der arabischen Welt für große Vorhaben. Er ist ein Zeichen für Optimismus, kann aber auch als Warntraum gedeutet werden, nicht zu hoch hinaus zu wollen. Einen Turm zu besteigen steht für Vorteile und oben anzukommen und auf dem Turm zu stehen, zeugt von zukünftigem Glück und Erfolg.

In der indischen Traumdeutung hingegen ist es eine Warnung, zunächst andere Projekte anzugehen bzw. zu beenden, bevor ein neues angegangen wird, wenn man im Traum einen Turm besteigt. Ein prächtig verzierter Turm ist ein Zeichen für Glück und Erfolg.

Gesellschaftliches / Psychologisches

Türme waren für die Menschen schon immer ganz besondere Bauwerke. Auf der einen Seite symbolisierten sie die Macht desjenigen, der einen Turm bauen bzw. bauen lassen konnte. Der Turmbau war eine der größten Herausforderungen der Baukunst und ist es in gewisser Weise noch heute. Die Kunst ist schließlich, ein möglichst hohes Gebäude mit einer relativ kleinen Grundfläche zu errichten. Je höher ein Turm wird, desto gefährlicher und schwieriger ist der Bau.

Wie wichtig den früheren Menschen Türme waren offenbart zum Beispiel die Legende vom Turmbau zu Babel. Die Menschen wollten einen Turm bauen, so hoch, dass er den Himmel erreicht. Damit würden sie sich auf eine Stufe mit Gott stellen. Der Mythologie nach gefiel Gott dieses Vorhaben überhaupt nicht, sodass er die Sprachen der Baumeister verwirrte und sie auf die ganze Welt verstreute. Damit bestrafte er die Menschen für ihre Überheblichkeit.

Aus dem Militärwesen waren Türme auch nicht wegzudenken. Mit Spähtürmen konnte man herannahende Feinde frühzeitig entdecken. In gemauerten Türmen konnte man sich verschanzen und die Feinde von oben herab angreifen. Es gab bzw. gibt kaum ein Schloss oder keine Burg, welche nicht mit zahlreichen Türmen gebaut wurden.

Türme gaben den Menschen auch Orientierung. In der Frühzeit waren sie wichtige Landschaftsmarken. Man sah sie von weitem und konnte sich an ihnen orientieren. Besonders symbolträchtig ist natürlich auch der Kirchturm als wichtiges Element einer jeden Kirche.

Traumdeutung Turm ModernDie Faszination, die von Türmen ausgeht, ist auch heute noch ungebrochen. Nur der Zweck hat sich geändert. Türme werden nicht mehr als ein zentrales militärisches Element verwendet. Vielmehr symbolisieren sie wirtschaftliche Macht und technologische Überlegenheit. Nicht umsonst wetteifern Nationen und Unternehmen immer wieder darum, wer den größten und prächtigsten Turm sein eigen nennen kann.

Die Firmenzentralen großer Unternehmen wie der Deutschen Bahn oder den meisten Banken befinden sich in Türmen, die die Silhouetten der Städte prägen. Dadurch zeigen sie Präsenz und Stärke. In aufstrebenden Wirtschaftsnationen entstehen auch immer wieder neue Türme der Superlative, die meist als Luxushotels oder Luxuswohntürme genutzt werden.

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