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Traumsymbol Vampir


Traumsymbol Vampir

In der Mythologie leben Vampire in solch gruselig anmutenden Kathedralen

Vampire assoziieren wir im Normalfall mit etwas Negativem, Unheimlichem und Bösartigem. Die Ursache dafür liegt in den zahlreichen Sagen und Geschichten, in denen die Menschen als Untote aus ihrem Grab auferstehen und als Unsterbliche Wesen durch die Welt wandern. Als Nahrungsquelle der Vampire gilt bekanntlich frisches Blut, vornehmlich von Menschen.

Auch in der Realität sind wir manchmal von Vampiren umgeben. Gemeint sind damit natürlich keine blutsaugenden Monster, sondern Menschen, die einem durch bestimmte Verhaltensweisen die Energie aussaugen. Genauso sind auch Träume zu verstehen, in denen sich der Bekannte oder man selbst plötzlich in einen gierigen Vampir verwandelt.

Deutung von Vampirträumen

Tritt der Vampir in unseren Träumen in Erscheinung, wird dies meist als negatives Traumsymbol gedeutet. Vampirträume sind häufig Albträume, die starke Emotionen beim Träumer hervorrufen. Das Gefühl der Angst macht sich im Traumbewusstsein des Träumenden breit. Dies hat eine ganz bestimmte Funktion.

Werden Vampirträume als Angstträume wahrgenommen, dann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Warntraum, der den Träumer vor Überlastung und der damit verbundenen Ausgelaugtheit warnen will. Wenn der Träumer in der Wachwelt unter großem Stress steht, sei dieser beruflich oder privat bedingt, dann können Träume von blutsaugenden Vampiren die Folge sein. Der Vampir steht dabei metaphorisch für das, was uns in der Realität die Energie raubt und uns regelrecht aussaugt – eben wie ein Vampir sein Opfer.

Ein weiterer Deutungsansatz besagt, dass der Traum vom Vampir den Träumer vor falschen Freunden warnen will. Vielleicht lässt sich der Träumer in der Realität von anderen Menschen ausnutzen und verhält sich zu Gutmütig gegenüber anderen. Diese Interpretation trifft vor allem dann zu, wenn man im Traum von einem Vampir angegriffen oder gebissen wird. Ein Hinweis, um welchen Mitmenschen aus dem Leben des Betroffenen es sich handeln könnte, liefert der Blick ins Gesicht des Blutsaugers. Vielleicht sollte man die Absichten dieser bestimmten Person in der Wachwelt hinterfragen.

Eventuell ist man auch selber derjenige, der sich im Traum in einem Vampir verwandelt. In diesem Fall kehrt sich die Bedeutung von Vampirträumen um. Wenn man selbst als Blutsauger Menschen im Traum verfolgt, dann sollte man sich fragen, ob man sich in der Realität zu einnehmend und energiesaugend gegenüber seinen Mitmenschen verhält. Tritt man selbst als Verfolger in Form eines Vampirs auf, dann sollte man aufpassen, dass einem die Freunde in der Realität nicht davonlaufen.

Aus psychologischer Sicht sind sowohl der Vampir als auch die Fledermaus Symbole für bedrohliche Gedanken des Träumers. Gemeint sein können hier zum einen verdrängte Erlebnisse, die das Unterbewusstsein noch nicht verarbeitet hat. In vereinzelten Fällen kann der Vampir im Traum auch für große Leidenschaften stehen bzw. für die Angst des Träumenden vor sexuellen oder emotionalen Beziehungen gepaart mit der Angst vor dem Unbekannten. Der Kontext kann entsprechende Hinweise auf die individuelle Deutung des Traumes enthalten.

Vampirträume in anderen Kulturen

Der Vampirismus, also der Glaube, dass Menschen als blutsaugende Unsterbliche von den Toten auferstehen, hat seinen Ursprung in Indien, in der altindischen Wiedergeburtslehre um genau zu sein. Laut altindischen Traumbüchern soll der Vampir als Traumsymbol als Warnung vor der eigenen Gutmütigkeit zu verstehen sein, die schwerwiegende Folgen in der Wachwelt des Träumenden nach sich ziehen können. Auch hier ist der Traum vom Vampir ein Warntraum, der vor falschen Freunden, die einen ausnutzen können, zu deuten.

In der arabisch-islamischen Traumdeutung ist der Vampirtraum ebenfalls ein Warntraum. Ganz ähnlich wie in der westlich-christlichen und altindischen Traumdeutung, mahnt der Traum vor Vorsicht in Hinblick auf die unmittelbaren Mitmenschen des Träumers in seiner Wachwelt. Mutiert man selbst zu einem Vampir, sollte man sich vor seiner übertriebenen Leidenschaft in Liebesbeziehungen hüten.

Psychologisches / Gesellschaftliches

Der Glaube an Vampire reicht weit zurück und ist in vielen Ländern und Kulturen verbreitet. Nicht zuletzt durch die Medien wurde der Mythos aufrechterhalten und Vampir als das Böse schlechthin, jedoch mit einem gewissen Kultfaktor glorifiziert. Bela Lugosi hat mit seiner Darstellung des Graf Dracula Geschichte geschrieben, ebenso wie Brad Pitt und seine Schauspielkollegen Tom Cruise und Antonio Banderas in dem Kultstreifen Interview mit einem Vampir.

Wie Vampire in Film und Fernsehen dargestellt werden wissen wir also. Doch wie sieht es mit realen Vampiren aus? Mit Vampiren, die einem die letzte Energie aussaugen, um sich selbst zu bereichern und andere auszunutzen? Solche Menschen werden als Energievampire bezeichnet. Wie erkennt man Energievampire und auf welche Weise kann man sich vor ihnen schützen?

Menschen als reale Energievampire

Fühlt man sich in Gegenwart bestimmter Personen leer und ausgelaugt, kann dies ein möglicher Hinweis darauf sein, dass diese Person einem den letzten Nerv raubt. In ihrer Gegenwart fühlt man sich kraftlos, ohne Energie und ist danach meist schlecht gelaunt. Diese Symptome sind typisch für den Umgang mit Energievampiren. Sie saugen einem den letzten Funken Energie heraus, agieren dabei es wäre dies selbstverständlich und geben nichts zurück. Das kostet Zeit und Energie.

Träumt man, dass sich ein bekannter oder unbekannter Mensch in einen Vampir verwandelt, kann dies ein Hinweis auf ein solches Verhalten sein. Vielleicht lässt an sich in der Realität zu sehr von Bekannten oder Fremden ausnutzen. Vielleicht ist man aber auch selber derjenige, der andere schamlos ausnutzt. In jedem Falle sollte sich der Träumer selbst und die Menschen in seinem Umkreis reflektieren, um sich so besser vor „Vampiren“ schützen zu können. Erst wenn man lernt „nein“ zu sagen bzw. ein „nein“ zu akzeptieren, werden die Vampirträume in den Hintergrund rücken und schon bald der Vergangenheit angehören.

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