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Träume aller Art werden natürlich auch in den Medien thematisiert. Es gibt eine sehr große Anzahl von Büchern, Filmen oder Musikstücken, welche sich auf die eine oder andere Art mit Träumen beschäftigen. Auch in Theaterstücken sind sie oft präsent.

Träume in Film und Fernsehen

Es gibt kein Filmgenre, in dem sich keine Filme über Träume finden lassen. Träume können auf alle erdenklichen Arten eingesetzt werden, in Liebesfilmen genauso wie in Komödien oder Horrorthrillern.

Ein Beispiel ist The Cell mit Jennifer Lopez, die in ihrer Rolle als Psychologin brilliert. The Cell handelt von einer vermissten Person. Wie sich schnell rausstellt, ist diese Person von einem Psychokiller an einen geheimen Ort gebracht worden und befindet sich in einer Zelle, welche nach 40 Stunden Aufenthalt komplett mit Wasser geflutet wird. Den Ermittlern gelingt es, den Täter zu finden, was ihnen zunächst nicht weiterhilft, denn dieser ist in ein irreversibles Koma gefallen.

Um das Opfer noch retten zu können, muss die Psychologin Catharina Deane (Jennifer Lopez) mittels eines neuartigen Apparats ihr Gehirn mit dem des Täters verbinden. Dadurch tritt sie in seine Gedanken- und Traumwelt ein. Darin bemüht sie sich, zum wahren Ich des Täters vorzudringen und deckt mit ihren psychoanalytischen Methoden die Ursachen für sein psychopathisches Verhalten und seine bizarre Gedankenwelt auf. Der Film bietet nicht nur spannende Unterhaltung, sondern zeigt auch verschiedenste Traumsymbole, samt Interpretationsmöglichkeiten.

Träume sind auch das Kernelement des fantastischen Films Inception. Der Science-Fiction-Heist-Film von Regisseur Christopher Nolan zeigt eine Welt, in der es möglich ist, Träume und damit auch das Unterbewusstsein anderer Menschen zu beeinflussen und zu kontrollieren. Es geht auch um das Konzept vom „Traum im Traum“, also um Träume, die mehrere Ebenen haben.

Während einer Inception, welche den Vorgang bezeichnet, zwecks Manipulation in die Träume und das Unterbewusstsein einer bestimmten Person einzudringen, können mehrere Traumebenen entstehen, die die Eigenart haben, dass die Zeit in jeder neuen Ebene langsamer vergeht. Mittels sogenannter Kicks ist es dem „Eindringling“ möglich, die Traumebenen zu wechseln, wobei die relative Zeit der einzelnen Ebenen beibehalten wird. Wechselt der Eindringling also in eine tiefere Ebene, werden die Handlungen der höheren Ebenen fortgeführt, allerdings in stark erhöhter Geschwindigkeit.

Christopher Nolan hat mit Inception ein beeindruckendes und komplexes Gedankenexperiment auf die Leinwand gebracht. Die verschiedenen Ebenen, basierend auf dem Konzept vom Traum im Traum, werden gepaart mit einer beeindruckenden Visualisierung von luziden Träumen, da der Eindringling die Träume seines Opfers genauso steuert, wie man selbst es während eines Klartraums kann. Inception gehört zu den Filmen, die die Themen Träume, Klarträume, Traumkontrolle und in gewisser Weise auch das Kollektive Unterbewusstsein, auf eine Weise aufgreifen, die zum Nachdenken anregt.

Das Traumkonstrukt von Inception ist hochinteressant und so komplex, dass es an dieser Stelle nicht hinreichend analysiert werden kann. Daher erscheint hier demnächst eine ausführliche Interpretation des Meisterwerks, inklusive einer Aufschlüsselung des von vielen als verwirrend empfundenen Endes.

Weitere Tipps zu Filmen, die von Träumen handeln oder diese als elementares Element der Handlung benutzen, wären beispielsweise Nightmare on Elm Street, Vanilla Sky oder Dreamscape.

Träume in der Literatur

Natürlich sind Träume auch Gegenstand der Literatur. Beispiele dafür wären zum Beispiel Ein Traum von Franz Kafka oder Hermann Hesses Siddharta.

Träume in der Musik

Träume bieten auch unheimlich viel Material, welches man in Songs verarbeiten kann. Etliche Lieder handeln von schönen Träumen, eine Menge anderer Songs dienen der Verarbeitung von Albträumen. So veröffentlichte die Band Dredg im Jahr 2002 ein Konzeptalbum über luzide Träume mit dem Titel El Cielo.

Träume in Videospielen

Videospiele bieten die Möglichkeit, mit Traumwelten zu interagieren. Beispiele für Computerspiele, in denen Träume eine wichtige Rolle spielen wären Max Payne oder Alan Wake.

Fachliteratur über Träume

Selbstverständlich gibt es nicht nur Filme, Spiele, Musik oder Belletristik, sondern auch eine ganze Menge Fachliteratur über Träume. Die Bandbreite der Publikationen ist hier durchaus gewaltig, denn sie reicht von den Bereichen der Esoterik über die Psychologie bis hin zu den Neurowissenschaften.

Empfehlenswerte Fachliteratur:

  • Klaus-Uwe Adam: Therapeutisches Arbeiten mit Träumen – Theorie und Praxis der Traumarbeit
  • Rainer Schönhammer: Fliegen, Fallen, Flüchten. Psychologie intensiver Träume
  • Holger Bertrand Flöttmann: Träume zeigen neue Wege – Systematik der Traumsymbole

Träume im Internet

Der Medienbegriff endet jedoch nicht an der Grenze des reinen Medienkonsums. Im Internet gibt es – abgesehen von dieser Website – eine Menge medialer Anlaufstellen für Trauminteressierte. Man trifft dort auch auf eine Menge Foren, in denen sich die Menschen interaktiv über ihre Träume austauschen, von ihren Träumen berichten und gerne Hilfestellungen bei der Interpretation der eigenen Träume geben.

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